Fußball

Vogel warnt: Dresden ist ein angeschlagener Boxer

Gelingt Fürth ausgerechnet in Dresden der Befreiungsschlag? Trainer Heiko Vogel wittert: Das könnte ein ganz großer Abend werden.

05.11.2026, 12:42 Uhr

Fürth will in Dresden nachlegen – vor wichtiger Abstimmung im Verein

Die SpVgg Greuther Fürth möchte zwei Tage vor einer wegweisenden Mitgliederversammlung auch sportlich ein weiteres Ausrufezeichen setzen. Nach dem wichtigen Heimsieg gegen Holstein Kiel peilt der Tabellenneunte am Freitagabend um 18.30 Uhr beim Schlusslicht Dynamo Dresden im Rudolf-Harbig-Stadion den zweiten Auswärtserfolg dieser Zweitliga-Spielzeit an.

Trainer Heiko Vogel zeigte sich vor der Partie vorsichtig optimistisch. Gelinge es seiner Mannschaft, die Durchschlagskraft aus den Heimspielen mit der Leistung aus dem Spiel bei Hertha BSC zu verbinden, sei ein erfolgreicher Abend möglich. In Berlin habe sein Team Mitte Oktober zwar eine gute Vorstellung gezeigt, sich dafür aber nicht belohnt. Gleichzeitig warnte Vogel vor Dresden, das für ihn trotz der Tabellenlage wie ein angeschlagener, aber gefährlicher Boxer auftritt.

Entscheidung über den Vereinsnamen steht bevor

Am Sonntag rückt dann im Sportpark Ronhof eine bedeutende vereinsinterne Frage in den Mittelpunkt. Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung unter freiem Himmel wird darüber abgestimmt, ob der Namenszusatz „Greuther“ künftig aus dem offiziellen Vereinsnamen gestrichen wird und wieder ausschließlich der traditionsreiche Name SpVgg Fürth verwendet werden soll.

Damit die Satzungsänderung beschlossen werden kann, ist eine Zustimmung von 75 Prozent der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder nötig.

Debatte um Tradition und Identität

Der heutige Vereinsname geht auf das Jahr 1996 zurück. Damals bewahrte die Fusion mit der Fußballabteilung des Amateurclubs TSV Vestenbergsgreuth den finanziell angeschlagenen Fürther Verein vor größeren Problemen.

Unter Anhängern wird jedoch seit Jahren diskutiert, ob der Club zu seiner historischen Identität zurückkehren sollte. Viele Fans wünschen sich, dass der Name des dreimaligen deutschen Meisters wieder stärker an die große Tradition anknüpft. Fürth gewann die Meisterschaft in den Jahren 1914, 1926 und 1929.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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