Siemens Healthineers streicht „Siemens“ aus dem Namen und baut um
Siemens Healthineers richtet sich im Zuge der Loslösung vom Mutterkonzern strategisch neu aus. Künftig soll der traditionsreiche Name Siemens schrittweise aus der Firmenbezeichnung verschwinden. Gleichzeitig leitet das Unternehmen den bereits länger erwarteten Abschied vom schwächelnden Bereich Labordiagnostik ein.
Der Medizintechnikkonzern will seinen Schwerpunkt stärker auf Bildgebung und Präzisionstherapien legen. Bekannt ist das Unternehmen unter anderem für Computertomografen und Magnetresonanztomografen.
Zur Finanzierung des Umbaus hat Siemens Healthineers ein neues Restrukturierungsprogramm beschlossen. Nach Angaben des Unternehmens werden davon auch Arbeitsplätze betroffen sein. Konkrete Zahlen nannte der Konzern jedoch nicht.
Übergangsfrist von drei Jahren
Wie das Unternehmen in Erlangen mitteilte, ist für die Umbenennung eine dreijährige Übergangsphase vorgesehen. Konzernchef Bernd Montag erklärte, Siemens stehe für die Herkunft des Unternehmens und bleibe ein wichtiger Teil seiner Geschichte. Der Name Healthineers bringe jedoch besser zum Ausdruck, wofür die Firma heute stehe.
Siemens hatte bereits angekündigt, sich von der Mehrheit an seiner Medizintechnik-Tochter trennen zu wollen. Seit dem Börsengang im Jahr 2018 hält der Mutterkonzern nach jüngsten Angaben noch rund 67 Prozent der Anteile. Über die Abspaltung sollen die Aktionärinnen und Aktionäre beider Unternehmen auf den Hauptversammlungen im Februar abstimmen. Die Anteilseigner von Siemens Healthineers entscheiden dabei auch über den neuen Namen.

Gewinn wächst weiter
Im Geschäftsjahr 2025/26 erhöhte sich der vergleichbare Umsatz um vier Prozent auf 23,63 Milliarden Euro. Nominal lag das Plus bei 1,1 Prozent. Der Gewinn unterm Strich stieg auf gut 2,2 Milliarden Euro und lag damit 3,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Positiv wirkten sich dabei auch Zollrückerstattungen aus den USA aus.
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Siemens Healthineers ein vergleichbares Umsatzwachstum von vier bis fünf Prozent.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber