Bayerns Sportvorstand Max Eberl hat auf die jüngsten Aussagen von Ehrenpräsident Uli Hoeneß mit Verwunderung, aber auch klaren Worten reagiert. Der 52-Jährige betonte, dass er grundsätzlich offen für eine Fortsetzung seiner Arbeit in München sei: „Ich bin bereit, weiterzumachen – wenn man das möchte.“ Sein aktueller Vertrag beim deutschen Meister und DFB-Pokalsieger läuft noch bis Mitte 2027, eine Verlängerung ist bislang jedoch nicht entschieden.
Vor dem 3:0-Sieg der Bayern im DFB-Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart hatte Hoeneß Eberls Arbeit zwar gewürdigt, sich bei dessen Zukunft aber nicht eindeutig festgelegt. Stattdessen sprach das langjährige Bayern-Aushängeschild von einer Tendenz von „60 zu 40 für eine Verlängerung“ und machte zugleich deutlich, dass es weiterhin Vorbehalte gebe. Im Gespräch mit dem Spiegel sagte Hoeneß dazu: „Da sind noch Zweifel.“
Zweifel aus dem Aufsichtsrat
Über die Verträge der Vorstandsmitglieder entscheidet der Aufsichtsrat, dem unter anderem Präsident Herbert Hainer, Uli Hoeneß und Ex-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge angehören. Eberl nahm die Aussagen zur Kenntnis und stellte fest: „Die Zweifel, die sind da scheinbar.“ Zugleich betonte er, dass der Aufsichtsrat selbstverständlich das Recht habe, solche Bedenken zu äußern.
Nach der Sommerpause dürfte die Personalie an Brisanz gewinnen. Sollte es nicht zu einer Verlängerung kommen, stellt sich auch die Frage nach Eberls weiterem Vorgehen. Einen möglichen Rückzug wollte er jedoch nicht andeuten. „Ich muss mit Szenarien leben, die mir auferlegt werden. Mein Leben wird weitergehen. Ich bin da, um meine Arbeit zu machen“, sagte er.
Trotz der offenen Zukunftsfrage fand Hoeneß auch lobende Worte für den Sportvorstand. Eberl sei „ein Manager, der hier einen großen Anteil an unserem Erfolg dieser Saison hat“, erklärte er. Gespräche über eine mögliche Vertragsverlängerung können frühestens ab dem 1. Juli beginnen, da Vorstandsverträge beim FC Bayern erst ein Jahr vor ihrem Auslaufen verlängert werden dürfen. Auch der Kontrakt von Vorstandschef Jan-Christian Dreesen endet im Sommer 2027.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion