Fußball

Bayern plant Umbau: Wackeln jetzt Musiala oder Olise?

Bayern klärt zum Auftakt die erste Personalie – doch jetzt drohen Abgänge, neue Transfers und ein irres Gerücht.

21.07.2026, 12:27 Uhr

FC Bayern arbeitet weiter am Kader: Laimer verlängert, weitere Entscheidungen stehen an

Beim FC Bayern wird nicht nur am Vereinsgelände umgebaut, sondern auch personell weiter geplant. Zum Start der Saisonvorbereitung gaben die Münchner die Verlängerung mit Konrad Laimer bekannt. Der österreichische Nationalspieler unterschrieb nach längeren Gesprächen bis 2029. Sportvorstand Max Eberl lobte den Mittelfeldspieler als verlässliche Kraft auf höchstem Niveau.

Mit dem Trainingsauftakt rücken zugleich zahlreiche offene Personalfragen in den Fokus. Eberl und Sportdirektor Christoph Freund haben mit Nathaniel Brown von Eintracht Frankfurt und Ismael Saibari von PSV Eindhoven bereits zwei Neuzugänge präsentiert, für die jeweils rund 50 Millionen Euro Ablöse fällig wurden.

Trotzdem dürfte die Kaderplanung in diesem Transfersommer noch nicht beendet sein. Lothar Matthäus rechnet ebenfalls damit, dass nach den ersten beiden Verpflichtungen weitere Schritte folgen werden.

Was passiert mit Michael Olise?

Um Michael Olise halten sich seit geraumer Zeit Gerüchte über ein mögliches Interesse von Real Madrid. Während der Weltmeisterschaft bekamen diese Spekulationen neue Nahrung. Medienberichten zufolge soll der 24-Jährige angedeutet haben, sich einen Wechsel zu den Königlichen grundsätzlich vorstellen zu können. Konkrete Angebote oder offizielle Verhandlungen sind bislang allerdings nicht bekannt.

Olise gehört für Trainer Vincent Kompany zu den wichtigsten Spielern im Kader, sein Vertrag läuft noch bis 2029. Ein Verkauf des Offensivspielers steht beim FC Bayern derzeit nicht zur Debatte. Dennoch könnte das Thema die Verantwortlichen noch länger begleiten.

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Goretzka (2.v.r.) ist schon weg – wen verabschiedet Eberl (l) noch? (Archivbild) Quelle: Tom Weller/dpa

Welche Spieler sollen möglichst abgegeben werden?

Vor allem bei einigen Rückkehrern von Leihen würden die Münchner gerne eine dauerhafte Lösung finden. João Palhinha und Sacha Boey besitzen Verträge bis 2028, Bryan Zaragoza ist sogar bis 2029 gebunden. Durch mögliche Verkäufe könnte der Club Gehalt einsparen und finanziellen Spielraum für weitere Transfers schaffen.

Palhinha wird nach seiner Rückkehr von Tottenham Hotspur unter anderem mit Benfica Lissabon und Aston Villa in Verbindung gebracht. Boey kam nach seiner Leihe aus Istanbul zurück, konnte sich dort aber offenbar nicht nachhaltig für eine feste Verpflichtung empfehlen. Zaragoza, der in den vergangenen Jahren mehrfach verliehen wurde, wird weiterhin von Knieproblemen ausgebremst und spielt in den Münchner Planungen derzeit keine Rolle.

Welche weiteren Abgänge sind denkbar?

Auch Hiroki Ito ist kein unumstrittener Kandidat für die neue Saison. Der Japaner hatte seit seiner Verpflichtung immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Durch den Zugang von Brown ist der Konkurrenzdruck auf der linken Defensivseite zusätzlich gestiegen. Bei einem passenden Angebot sollen die Bayern gesprächsbereit sein.

Lange wurde auch über Minjae Kim spekuliert. Aktuell gilt der Südkoreaner jedoch als wichtiger Ersatzmann in der Innenverteidigung hinter Jonathan Tah und Dayot Upamecano. Nicht völlig unangreifbar ist zudem Alphonso Davies. Der Kanadier, dessen Vertrag im vergangenen Jahr teuer verlängert wurde, fiel zuletzt mehrfach verletzt aus. Ein Abschied ist zwar aktuell kein konkretes Thema, doch sollte Brown ihm den Stammplatz streitig machen, könnte sich die Lage verändern.

Musiala-Gerücht ohne Grundlage

Besonders abwegig wirkt ein Bericht der türkischen Zeitung Hürriyet, wonach Jamal Musiala Galatasaray als Leihspieler angeboten worden sein soll. Belege dafür gibt es nicht. Aus Sicht des FC Bayern wäre ein solcher Schritt auch kaum nachvollziehbar.

Der 23-Jährige ist nach seiner schweren Verletzung aus dem Vorjahr zwar noch nicht wieder durchgehend in Bestform, soll aber gezielt dorthin zurückgeführt werden. Nach seiner Rückkehr von der WM wurde beim Offensivspieler ein kleiner geplanter Routineeingriff vorgenommen. In der Vorbereitung soll Musiala nun Schritt für Schritt wieder an die Mannschaft herangeführt werden.

Wer könnte noch kommen?

Ob die Bayern noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden, hängt vor allem von möglichen Abgängen und den daraus entstehenden finanziellen Möglichkeiten ab. Klar ist: Der Kader soll weiterentwickelt werden, ein radikaler Umbruch nach der erfolgreichen vergangenen Saison ist aber nicht geplant.

Mit Brown und Saibari wurde der Konkurrenzkampf bereits erhöht, gleichzeitig ist der Kader breiter aufgestellt. Nach dem Abschied von Leon Goretzka ist im zentralen Mittelfeld nicht nur ein Platz frei geworden, sondern auch ein erheblicher Teil an Gehalt eingespart worden. Sollten Ito oder Kim den Verein doch noch verlassen, dürfte eine weitere Verpflichtung in der Defensive wahrscheinlich werden.

Grundsätzlich setzen die Münchner weiterhin auf einen eher kompakten Kader, in dem auch junge Spieler realistische Einsatzchancen erhalten sollen.

Wer soll nach Laimer als Nächstes verlängern?

Nach der Vertragsverlängerung mit Laimer richtet sich der Blick unter anderem auf Harry Kane. Der Vertrag des englischen Torjägers läuft derzeit bis 2027. Nach 61 Treffern in 51 Pflichtspielen sprach Kane zuletzt von der persönlich besten Saison seiner Karriere. In seinen drei Jahren beim FC Bayern wurde er dreimal Torschützenkönig der Bundesliga.

Die Clubführung würde den Vertrag des Stürmers gern zeitnah ausdehnen. Kane selbst gilt als offen dafür und hat sich in der Vergangenheit mehrfach klar zum FC Bayern bekannt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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