TSV 1860 München wirbt nach den Turbulenzen für Geschlossenheit
Der TSV 1860 München zeigt sich nach den jüngsten chaotischen Entwicklungen zuversichtlich, einen Neuanfang schaffen zu können. In einem gemeinsamen Appell machten Präsidium und Verwaltungsrat deutlich, dass die nächsten Wochen und Monate viel Einsatz, Geduld und Zusammenhalt verlangen würden. Zugleich betonten die Gremien ihre feste Überzeugung, dass der Neustart gelingen kann, wenn der Verein geschlossen auftritt, sich gegenseitig unterstützt und den Blick konsequent nach vorne richtet.
Club spricht von schweren Belastungen
In dem unter dem Titel „Aufruf: Wir sind der Verein!“ veröffentlichten Schreiben beschreibt der Club die Lage als eine der größten Herausforderungen der jüngeren Vereinsgeschichte. Die wirtschaftlichen Erschütterungen hätten deutliche Spuren hinterlassen, für Verunsicherung gesorgt und Zweifel entstehen lassen. Ungebrochen sei jedoch das Gemeinschaftsgefühl innerhalb des Vereins geblieben. 1860 sieht sich nach eigenen Angaben in einem Befreiungskampf von Altlasten und rief seine Mitglieder dazu auf, den Club aktiv zu unterstützen.
Kündigung des Vertrags mit Hasan Ismaik
Am Donnerstagabend hatte der Stammverein des in die Regionalliga abgestiegenen Clubs den vor 15 Jahren geschlossenen Kooperationsvertrag mit Investor Hasan Ismaik beendet. Da das Spielrecht beim Stammverein liegt, soll damit der Weg für einen Neustart in der Regionalliga Bayern frei gemacht werden. Ismaik kündigte allerdings an, die Kündigung rechtlich prüfen zu lassen. Zusätzliche Brisanz erhält die Lage durch die Mitgliederversammlung am 21. Juni.

Ismaik mahnt zu Offenheit
Auch Ismaik meldete sich zu Wort. Der jordanische Investor erklärte, der TSV 1860 München sei größer als jede Einzelperson, jede Gruppierung und jede Seite, die allein für sich beanspruche, im Namen des Vereins zu sprechen.
Er verwies darauf, den Club in den vergangenen 15 Jahren unterstützt zu haben. Dies sei nicht geschehen, um sich über den Verein, seine Geschichte oder seine Anhänger zu stellen, sondern um bei der Zukunft des TSV 1860 mitzuwirken. Nach Ansicht Ismaiks schade es dem Verein, ihn auf nur eine Seite zu verengen. Ebenso sei es aus seiner Sicht nicht hilfreich, Kräfte auszuschließen, die zum Verein beigetragen hätten.
Juristische Auseinandersetzungen zeichnen sich ab
Beide Seiten stellten klar, dass nun auch rechtliche Fragen eine wichtige Rolle spielen werden. Präsidium und Verwaltungsrat versicherten, alle organisatorischen, juristischen und formalen Schritte mit größter Sorgfalt voranzutreiben, um einen sportlichen Neustart zu ermöglichen.
Ähnlich äußerte sich Ismaik. Die aktuellen Konflikte und jüngsten Entscheidungen würden nun auf den vorgesehenen rechtlichen und institutionellen Wegen behandelt werden.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion