Fußball

Müllers WM-Alarm: DFB-Team eher 2010 als 2014

Kurz vor der WM überrascht Thomas Müller mit einem brisanten DFB-Vergleich: An welches Turnier ihn Nagelsmanns Team erinnert.

08.06.2026, 12:01 Uhr

Müller sieht DFB-Team noch nicht als WM-Topfavoriten

Thomas Müller hält die deutsche Nationalmannschaft vor der kommenden Weltmeisterschaft noch für eine Mannschaft im Aufbau. Im Vergleich zu früheren Turnieren erkennt der 36-Jährige eher Ähnlichkeiten mit dem WM-Jahr 2010 als mit dem Titelgewinn 2014.

Mit Blick auf das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann sagte Müller, der Entwicklungsprozess habe im Grunde gerade erst begonnen. Anders als 2014 sei die Mannschaft nicht über Jahre hinweg als feste Einheit zusammengewachsen. Entsprechend sei für ihn ein Endspiel derzeit keineswegs selbstverständlich.

Bei einem Termin des Nahrungsergänzungsmittels Superum, für das er als Markenbotschafter auftritt, erinnerte sich Müller an die Ausgangslage vor dem WM-Triumph in Brasilien. Damals habe die deutsche Mannschaft in seiner Wahrnehmung über viele Spieler verfügt, die sich bereits nahe an ihrem sportlichen Zenit befunden hätten. Diese Reife sieht er im aktuellen Kader noch nicht. Stattdessen verfüge das Team über zahlreiche hochveranlagte Akteure wie Jamal Musiala oder Florian Wirtz, die sich noch weiterentwickeln.

Keine Angst vor einem erneuten frühen Aus?

Von der Weltmeistermannschaft von 2014 gehört heute nur noch Manuel Neuer zum Aufgebot. Bei der WM 2010 in Südafrika war Deutschland erst im Halbfinale am späteren Champion Spanien gescheitert und hatte am Ende Rang drei erreicht.

Trotz seiner zurückhaltenden Einschätzung traut Müller der DFB-Auswahl bei der WM in Nordamerika mehr zu als bei den enttäuschenden Turnieren 2018 und 2022, als Deutschland jeweils schon nach der Gruppenphase ausschied. Für die Vorrunde zeigt er sich diesmal zuversichtlich. Einen Ausrutscher erwartet er dort nicht. In der Gruppenphase trifft Deutschland auf Curaçao, die Elfenbeinküste und Ecuador.

Neue Aufgabe bei der WM

Müller, der nach seiner langen Zeit beim FC Bayern inzwischen für die Vancouver Whitecaps in der nordamerikanischen MLS spielt, reist in dieser Woche erneut über den Atlantik. Während der Weltmeisterschaft wird er für MagentaTV als Experte im Einsatz sein.

Auf diese neue Aufgabe freue er sich sehr, sagte Müller. Zugleich sei es für ihn das erste große Turnier in einer anderen Rolle als der des Spielers – und genau deshalb verspüre er auch eine gewisse Nervosität.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen