Basketball

WM ganz nah: Schröder-Team ringt Polen im Krimi nieder

Schröder früh raus, der Angriff wackelt – und trotzdem steht Deutschland nach Krimi kurz vor dem WM-Ticket 2027.

30.08.2026, 17:32 Uhr

Die deutschen Basketballer haben einen großen Schritt Richtung Weltmeisterschaft 2027 in Katar gemacht. Das Team von Bundestrainer Alex Mumbrú setzte sich im polnischen Danzig nach Verlängerung mit 96:94 (41:31, 83:83) gegen Polen durch. Mit nun sieben Siegen aus acht Spielen kann die Auswahl das WM-Ticket am 27. November mit einem weiteren Erfolg in Lettland endgültig lösen.

Trotz begrenzter Einsatzzeit von NBA-Profi Dennis Schröder von den Charlotte Hornets, der früh drei Fouls kassierte, zeigte sich der Welt- und Europameister über weite Strecken konzentriert. Gegen die bis dahin ungeschlagenen Polen lag Deutschland nach dem ersten Viertel bereits deutlich mit 28:15 vorne. Vor allem in der Defensive und beim Offensiv-Rebound hatten Johannes Thiemann und seine Mitspieler klare Vorteile.

Kleine Schwächephase vor der Pause

Mitte des zweiten Viertels verlor Deutschland jedoch den Rhythmus. Polen kam durch einen 11:2-Lauf wieder heran und verkürzte auf 29:36. Angeführt von Maodo Lo, der Schröder in dieser Phase stark vertrat, rettete das DBB-Team dennoch einen Zehn-Punkte-Vorsprung in die Halbzeit.

Auch nach dem Seitenwechsel fand Kapitän Schröder nicht richtig in die Partie. Während die deutsche Abwehr zunächst weiter überzeugte, lief offensiv ohne Franz und Moritz Wagner nur wenig zusammen. Viele Zähler im dritten Viertel holte sich das Mumbrú-Team deshalb von der Freiwurflinie.

Wilde Schlussphase und Entscheidung in der Verlängerung

Im Schlussviertel wurde die Begegnung dann richtig hektisch. Deutschland verlor nun auch defensiv etwas an Stabilität, während Polen – vor allem durch Andrzej Pluta – deutlich besser aus der Distanz traf. Beim Stand von 71:72 in der 33. Minute waren die Gastgeber wieder voll im Spiel. Zwei Minuten vor dem Ende fiel schließlich der Ausgleich zum 83:83.

In einer wilden Schlussphase vergaben beide Teams anschließend alle Würfe, sodass die Partie in die Verlängerung ging. Dort erwischte Deutschland erneut den besseren Start und zog bis zur 42. Minute auf 90:83 davon. Doch auch diese Führung brachte der Favorit noch einmal in Gefahr. Am Ende sorgte Schröder mit zwei verwandelten Freiwürfen für die Entscheidung. Mit 18 Punkten war der 32-Jährige bester deutscher Schütze.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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