Basketball

Bayern-Basketballer: Mega-Projekt startet 2026

Nach der Nullnummer soll dieses Bayern-Duo wieder Titel holen – und ein Zukunftsprojekt könnte den Club komplett verändern.

22.07.2026, 13:45 Uhr

Leibenath sieht kleineres Euroleague-Budget als Herausforderung

Thorsten Leibenath bewertet seine neue Aufgabe als Sport-Geschäftsführer der Bayern-Basketballer mit großem Ehrgeiz. Dass der Club im Vergleich zu anderen Euroleague-Teams mit einem etwas kleineren Etat arbeitet, schreckt ihn nicht ab. Im Gegenteil: Für ihn liege gerade darin ein besonderer Reiz. Mit begrenzteren finanziellen Möglichkeiten auf höchstem europäischen Niveau erfolgreich zu sein, empfinde er als spannende Aufgabe.

Sein Anspruch sei klar: Der FC Bayern wolle in der Euroleague mehr erreichen, als es das Budget auf den ersten Blick erwarten lasse. Das Team solle nicht nur im Rahmen seiner wirtschaftlichen Möglichkeiten abschneiden, sondern besser sein als prognostiziert. Dafür seien kreative und auch ungewöhnliche Lösungen gefragt.

Neues Performance Center soll ein Aushängeschild werden

Gemeinsam mit dem neuen Cheftrainer Anton Gavel soll Leibenath die Münchner wieder zu Erfolgen führen – national zu Titeln und international zurück in die Playoffs. Ein zentrales Zukunftsprojekt ist dabei ein neues Performance Center am FC Bayern Campus, bei dem Leibenath seine Erfahrung einbringen soll.

Präsident Herbert Hainer kündigte an, dass der Baustart im Herbst erfolgen solle. Das Zentrum werde am Campus entstehen, wo künftig alle Basketball-Bereiche des Vereins gebündelt werden sollen. Die Bauzeit veranschlagte Hainer auf rund zweieinhalb Jahre.

Bislang ist der Bayern-Campus vor allem als Heimat der Fußball-Nachwuchsmannschaften bekannt. Künftig soll dort aber auch der Basketball deutlich stärker verankert werden. Geschäftsführer Adrian Sarmiento bezeichnete das geplante Leistungszentrum als wichtiges Zukunftsprojekt und potenzielles Aushängeschild des Vereins.

FC Bayern Basketball
Thorsten Leibenath (l) ist der neue Sport-Geschäftsführer der Bayern-Basketballer. Quelle: Christian Kunz/dpa

Leibenath bringt auf diesem Feld viel Erfahrung mit. In Ulm war er über Jahre eng mit dem OrangeCampus verbunden, der als eines der modernsten Basketball-Leistungszentren Europas gilt. Die Einrichtung spielte eine wichtige Rolle dabei, junge Talente bis hin zu NBA-Spielern zu entwickeln.

Nach enttäuschender Saison sollen wieder Titel her

Nach der titellosen und enttäuschenden vergangenen Spielzeit stehen bei den Bayern wieder sportliche Erfolge im Vordergrund. Hainer betonte, dass der FC Bayern grundsätzlich immer mit hohen Ambitionen antrete – unabhängig von der Sportart.

Zugleich machte er deutlich, dass wirtschaftliche Vernunft weiterhin eine zentrale Rolle spielen werde. Der Verein wolle maximalen sportlichen Erfolg, aber nur auf einer soliden finanziellen Grundlage. Dieses Prinzip habe den FC Bayern über Jahrzehnte geprägt und daran wolle man auch im Basketball festhalten.

Mit Gavel und Leibenath sieht Hainer die Basketball-Abteilung personell hervorragend aufgestellt. Das neue Führungsduo zähle aus seiner Sicht zu den ambitioniertesten und innovativsten in Europa.

Maxi Kleber wohl kein realistisches Thema

Auch in der Kaderplanung ist die Arbeit noch nicht abgeschlossen. Auf die Frage, ob NBA-Profi Maxi Kleber ein Kandidat für einen Wechsel nach München sein könnte, äußerte sich Leibenath allerdings eher zurückhaltend.

Zwar machte er deutlich, dass er ein großer Bewunderer des heutigen Lakers-Spielers ist und Kleber jeder Euroleague-Mannschaft sportlich helfen würde. Eine Verpflichtung hält er derzeit jedoch für äußerst unwahrscheinlich.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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