Grindr einigt sich in Großbritannien auf millionenschweren Vergleich
Die Dating-App Grindr hat sich im Zusammenhang mit Vorwürfen zum Umgang mit Nutzerdaten auf einen Vergleich in Höhe von 26 Millionen Pfund geeinigt. Das entspricht etwa 30 Millionen Euro. Wie aus einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, soll damit eine Sammelklage in Großbritannien beendet werden.
Grindr wurde 2009 gegründet und bezeichnet sich als eines der größten sozialen Netzwerke weltweit für schwule, bisexuelle, trans und queere Menschen.
Die britische Kanzlei, die nach eigenen Angaben die Klage betreut hat, wirft dem Unternehmen vor, persönliche und besonders sensible Daten von Nutzern ohne die notwendige Zustimmung an Drittfirmen weitergegeben zu haben. Dazu könnten laut der Kanzlei auch äußerst vertrauliche Angaben wie der HIV-Status gehört haben.
Grindr weist die Anschuldigungen zurück. Zugleich erklärte das Unternehmen, man nehme die Belastung und den Vertrauensverlust ernst, den einige Nutzer in Großbritannien im Zusammenhang mit der Zeit vor 2020 empfunden hätten. Damals stand Grindr noch im Besitz eines chinesischen Eigentümers. Inzwischen gehört die Firma internationalen Investoren.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber