Mindestens 14 Tote und 14 Verletzte nach Drohnenangriff auf Bahnhof in Dnipro
Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Bahnhof in der ostukrainischen Großstadt Dnipro sind nach Behördenangaben mindestens 14 Menschen getötet worden. Gebietsgouverneur Olexander Hanscha teilte bei Telegram zudem mit, dass mindestens 14 weitere Menschen verletzt wurden.
Nach Angaben der ukrainischen Eisenbahn traf eine Drohne mit Düsenantrieb einen Bahnsteig, an dem sich der Zug von Dnipro nach Saporischschja befand. Trotz einer zuvor bekanntgegebenen erhöhten Gefahrenlage hätten sich dort Menschen aufgehalten.
Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach in sozialen Medien von einem „entsetzlichen Angriff“ auf den Bahnhof. Nach seinen Angaben standen dort ein gewöhnlicher Nahverkehrszug sowie ein regulärer Passagierzug. Zugleich forderte er erneut, Sanktionen gegen Russland während des Krieges nicht zu lockern. Stattdessen sei es Zeit für schärfere Strafmaßnahmen der EU, der USA und der G7.
Selenskyj veröffentlichte zudem Fotos und ein Video, die nach seinen Angaben die Folgen des Angriffs zeigen. Darauf sind Verletzte zu sehen, die von Rettungskräften weggetragen werden, sowie unkenntlich gemachte Tote auf dem Bahnsteig.
Bürgermeister Borys Filatow bezeichnete den Angriff als Tragödie. Seinen Worten zufolge handelte es sich um einen zivil genutzten Zug.
Die Ukraine wehrt sich mit westlicher Unterstützung seit mehr als viereinhalb Jahren gegen die großangelegte russische Invasion. In den vergangenen Monaten griff das russische Militär wiederholt Züge und Einrichtungen der Eisenbahninfrastruktur an.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber