Lothar Matthäus sieht einen möglichen Wechsel von Nürnbergs Sportvorstand Joti Chatzialexiou zu Eintracht Frankfurt als typischen Vorgang im Fußballgeschäft. Gegenüber Sky sagte der frühere Nationalspieler in München sinngemäß, dass sich größere Clubs oft bei kleineren bedienen.
Sollte Frankfurt den Schritt mit seinem offenbar favorisierten Kandidaten wirklich gehen wollen, werde sich nach Matthäus‘ Einschätzung auch eine Lösung finden. Nach Informationen des Kicker mehren sich die Hinweise, dass Chatzialexiou den 1. FC Nürnberg verlassen könnte, um bei den Hessen die Nachfolge des kürzlich freigestellten Markus Krösche anzutreten.
Nächster Karriereschritt
Matthäus verglich die Situation mit dem Abgang talentierter Spieler. So wie Vereine aussichtsreiche Nachwuchskräfte oft nicht dauerhaft halten könnten, gelte das mitunter auch für Führungspersonal. Gerade wer bei einem Zweitligisten gute Arbeit leiste, bleibe dort häufig nicht auf Dauer – unabhängig davon, ob es sich um Spieler oder Funktionäre handle.
Chatzialexiou ist seit 2024 Sportvorstand beim derzeit zweitplatzierten Zweitligisten aus Nürnberg. Der 50-Jährige arbeitete früher bereits im Nachwuchsbereich von Eintracht Frankfurt und war anschließend viele Jahre für den DFB tätig. Matthäus betonte, es sei nur folgerichtig, dass auch ein Funktionär die Möglichkeit bekomme, den nächsten Schritt in seiner Karriere zu machen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber