Ukraine

Merz will EU-Sonderstatus für Ukraine

Merz plant einen EU-Sonderstatus für die Ukraine – und der könnte überraschend sogar die Friedensgespräche voranbringen.

21.05.2026, 06:00 Uhr

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff sind nach Angaben russischer Behörden in der Wolga-Stadt Sysran zwei Menschen getötet worden. Zudem habe es Verletzte gegeben, teilte der Gouverneur der Region Samara, Wjatscheslaw Fedorischtschew, auf Telegram mit. Genaue Zahlen nannte er nicht. Auch zu möglichen Schäden oder den genauen Angriffsorten machte er zunächst keine näheren Angaben.

Sysran war bereits mehrfach Ziel ukrainischer Drohnenattacken. In der Stadt befindet sich unter anderem eine Ölraffinerie, die als strategisch wichtige Infrastruktur gilt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte inzwischen in sozialen Medien einen Angriff auf die Raffinerie. Er dankte den beteiligten Drohnen- und Spezialeinheiten für ihre Treffsicherheit. Dazu veröffentlichte er einen Zusammenschnitt von Videos, die die brennende Anlage zeigen sollen. In sozialen Medien kursierten zudem weitere, nicht unabhängig überprüfbare Aufnahmen des Feuers.

Scharfe Kritik kam aus Moskau. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, warf Selenskyj Zynismus vor. Er prahle mit den Angriffen vor ausländischen Unterstützern, denen sie zugleich direkte Hilfe bei den aus russischer Sicht als «Terroranschläge» bezeichneten Attacken vorwarf. Selenskyj verfolge einen Kurs weiterer Eskalation, sagte sie.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg und hat ihre Schläge gegen Ziele im russischen Hinterland in den vergangenen Monaten deutlich ausgeweitet. Dabei nimmt Kiew nach eigenen strategischen Interessen vor allem Raffinerien, Pumpstationen und Exporthäfen der russischen Ölindustrie ins Visier. Ziel ist es, den Treibstoffnachschub für die russische Armee zu stören und wichtige Einnahmen aus dem Energiegeschäft zu schmälern.

Russland wird dadurch wirtschaftlich und logistisch unter Druck gesetzt. Zugleich wird darauf verwiesen, dass Opferzahlen und Schäden solcher Angriffe nicht mit den massiven Folgen russischer Attacken in der Ukraine vergleichbar sind.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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