Politik

Trump-Show und Mega-Feuerwerk: So feiern die USA 250 Jahre

Unwetter bremst die Mega-Feier – und Trump legt vor dem Riesen-Feuerwerk noch eine Selbstbeweihräucherung hin.

05.07.2026, 06:47 Uhr

Trump beendet Jubiläumsfeiern in Washington mit martialischem Auftritt

Mit donnernden Kampfjets am Himmel, Gewitterwarnungen in der Luft und einem gigantischen Feuerwerk sind in Washington die Feiern zum 250. Jahrestag der USA zu Ende gegangen. US-Präsident Donald Trump setzte mit einer Ansprache zum Unabhängigkeitstag den Schlusspunkt und zeichnete dabei das Bild einer von Gott bestimmten Nation, die berufen sei, die Welt zu führen.

Anders als häufig verzichtete Trump in seiner Rede weitgehend auf Angriffe gegen kritische Medien oder missliebige Staaten. Stattdessen richtete er seine scharfen Worte erneut gegen "Kommunisten", die er wie schon am Vortag mit einem "Krebsgeschwür" verglich. Wörtlich stellte er klar, Amerika werde niemals kommunistisch werden. Immer wieder bringt Trump in diesem Zusammenhang auch die Demokraten ins Spiel, die bei den Kongresswahlen im November die Kontrolle über beide Kammern erringen könnten.

Rede mit deutlichen Wahlkampf-Tönen

Zwischen Ehrungen für Veteranen wechselte Trump mehrfach in einen klaren Wahlkampfmodus. So warb er unter anderem für seinen "Save America Act", ein Gesetzespaket zur Neuregelung von Wahlen, das im Kongress bislang keine Mehrheit gefunden hat. Zudem stellte er seine aus seiner Sicht wichtigsten politischen Erfolge einer zweiten Amtszeit heraus.

Unmittelbar nach der Rede begann über der US-Hauptstadt ein riesiges Feuerwerk. Nach Angaben der Veranstalter sollte es sich um das größte Spektakel dieser Art überhaupt handeln. Genannt wurden 850.000 pyrotechnische Effekte innerhalb von 35 Minuten.

250 Jahre USA - Washington
Trump hielt eine Rede in Washington. Quelle: Alex Brandon/AP/dpa

Die Show war der Höhepunkt mehrerer Festtage, die im Vorfeld jedoch nicht reibungslos verlaufen waren. Mehrere Künstler hatten geplante Auftritte abgesagt, weil ihnen die gesamte Veranstaltungsreihe zu stark politisiert erschien. Trump reagierte darauf mit der Ankündigung, stattdessen die "weltweit größte Attraktion" auf die Bühne zu bringen: sich selbst.

Unwetterwarnung sorgt für Evakuierung

Neben der politischen Aufladung spielte auch das Wetter eine zentrale Rolle. Washington litt seit Tagen unter extremer Hitze mit Temperaturen nahe 40 Grad. Am Abend folgte auf die Schwüle ein Gewitter. Wegen einer Unwetterwarnung musste das Veranstaltungsgelände zeitweise geräumt werden, Tausende Besucher verließen vorübergehend das Areal.

Trump nutzt das 250. Jubiläum der Staatsgründung und die damit verbundenen Feierlichkeiten seit Wochen, um sich selbst und seine Bilanz in Szene zu setzen. Innenpolitisch steht er jedoch unter Druck: Nach dem Iran-Krieg sind seine Zustimmungswerte deutlich gesunken.

Der 4. Juli und seine Bedeutung

Der 4. Juli ist in den Vereinigten Staaten traditionell der Unabhängigkeitstag. An diesem Datum verabschiedeten Vertreter der 13 Kolonien im Jahr 1776 offiziell die Erklärung, mit der sie sich von Großbritannien lossagten und die Vereinigten Staaten von Amerika gründeten. Dieses Datum gilt als Geburtsstunde des Landes.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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