Clueso verteidigt den Begriff „Heimat“ bei Konzert in Erfurt
Musiker Clueso aus Erfurt hat sich bei seinem Konzert auf dem Domplatz deutlich zum Begriff „Heimat“ bekannt. Vor seinen Fans sagte er, dass ihn die aktuellen Entwicklungen in seiner Heimatstadt zugleich freuten und schmerzten. Zugleich betonte er, dass er sich das Wort nicht nehmen lassen wolle. Für ihn sei klar: Erfurt sei seine Heimat, und er wolle das aussprechen können, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen.
Der Sänger dankte außerdem den Besucherinnen und Besuchern des Konzerts sowie den Menschen, die an den Protesten teilnahmen. Es sei nicht selbstverständlich, dass so viele gekommen seien. Gemeinsam wolle man zeigen, welche Kraft Musik im Herzen der Stadt entfalten könne.
Das Konzert fand im Anschluss an umfangreiche Proteste gegen den AfD-Bundesparteitag statt, der am 4. und 5. Juli auf dem Gelände der Messe Erfurt abgehalten wird. Nach Angaben der Polizei beteiligten sich rund 31.000 Menschen an Demonstrationen, Kundgebungen und Sitzblockaden. Die Veranstalter sprachen sogar von bis zu 50.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Nach Einschätzung von Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) verliefen die Proteste größtenteils friedlich, auch wenn es vereinzelt zu Zwischenfällen kam. Zu den Aktionen hatten Gewerkschaften und zivilgesellschaftliche Bündnisse aus dem ganzen Bundesgebiet aufgerufen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber