CSU-Chef Markus Söder bewertet den Angriff auf Passanten am Rand des Berliner CSD als einen Angriff auf die freiheitlich-demokratische Ordnung in Deutschland. Im ZDF-"Sommerinterview" sagte der bayerische Ministerpräsident, die Tat richte sich bewusst auch gegen das Freiheitsverständnis des Landes und müsse deshalb mit aller Konsequenz verfolgt werden.
Söder hob hervor, besonders erschütternd sei, dass sich der Angriff gegen den CSD gerichtet habe – also gegen ein Ereignis, das für Lebensfreude, Freiheit und Toleranz stehe. Deshalb gehe die Tat weit über den bloßen Versuch hinaus, eine Veranstaltung zu stören.
"Maximaler Einsatz für die Polizeibehörden"
Neben dem Mitgefühl für Opfer und Betroffene dürfe dieser feige Angriff nicht ohne Folgen bleiben, betonte Söder. Jetzt müsse alles darangesetzt werden, die Hintergründe der Tat vollständig aufzuklären. Für eine abschließende Bewertung sei es seiner Ansicht nach noch zu früh. Zunächst müssten die Motive geklärt werden. Die Tat habe alle tief getroffen und schockiert.
Balance zwischen Sicherheit und Freiheit
Mit Blick auf kommende Großveranstaltungen und Feste sagte Söder, solche Ereignisse müssten wirksam geschützt werden. Gleichzeitig dürfe man sich die Lebensfreude nicht nehmen lassen. In Bayern versuchten die Behörden deshalb, Sicherheit und Liberalität in ein möglichst ausgewogenes Verhältnis zu bringen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber