Bayern

Isar-Drama im Schlauchboot

Isar-Spaß mit Risiko: Wer in München am falschen Abschnitt treibt, kann in Sekunden in Lebensgefahr geraten.

26.07.2026, 13:20 Uhr

Zwei Einsätze auf der Isar: Schlauchbootfahrer in Großhesselohe geraten in Gefahr

Rettungskräfte und Polizei haben auf der Isar bei Großhesselohe südlich von München zwei Gruppen von Schlauchbootfahrern helfen müssen. Nach Angaben der Münchner Polizei blieb am späten Samstagabend ein Schlauchboot mit drei Männern in einer Wasserwalze an einem Wehr hängen. Ein 22-Jähriger musste aus dem Boot gerettet werden, seine beiden Begleiter konnten sich zuvor selbst in Sicherheit bringen.

Die Gruppe war demnach nicht wie vorgeschrieben auf den Isar-Werkkanal gewechselt, sondern auf dem Fluss geblieben. Dort erfasste die Strömung das Boot und trieb es in Richtung des Wehrs.

Bereits wenige Stunden zuvor hatte es an derselben Stelle einen ähnlichen Vorfall gegeben. Zwei Menschen kenterten mit ihrem Schlauchboot und gerieten ebenfalls in die Wasserwalze am Isarwehr in Großhesselohe. Auch sie waren unerlaubt auf der Isar weitergefahren. Gerettet wurden sie von Insassen anderer Boote, die mit ihnen unterwegs waren.

Nach ersten Erkenntnissen wurde bei beiden Einsätzen niemand verletzt. Dennoch waren jeweils zahlreiche Kräfte von Rettungsdienst und Polizei im Einsatz. Die Polizei ermittelt nun wegen möglicher Verstöße gegen das Bayerische Wassergesetz.

In diesem Zusammenhang erinnern die Beamten auch an die Regeln für das Befahren der Isar im Landkreis München. So gilt unter anderem eine Alkoholgrenze von 0,5 Promille. Zudem dürfen Boote nicht miteinander verbunden werden. Kinder bis zum Alter von acht Jahren sowie Nichtschwimmer müssen eine Rettungsweste tragen. Verboten sind außerdem Glasflaschen und Musikboxen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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