Berichte über Warnung aus Washington bei Moskau-Besuch
CIA-Direktor John Ratcliffe soll Russland bei seinem Besuch in Moskau nach Medienangaben vor einem möglichen Angriff auf Nato-Staaten gewarnt haben. Das meldeten das Wall Street Journal und Politico unter Berufung auf anonyme Quellen. Ratcliffe war demnach am Dienstag in der russischen Hauptstadt. Über die genauen Inhalte seiner Gespräche wurde bislang nur wenig bekannt.
Laut Politico richtete sich die Warnung besonders auf die östlichen Nato-Mitglieder im Baltikum. Außerdem habe Ratcliffe den Kreml aufgefordert, seine militärische und finanzielle Hilfe für den Iran zu reduzieren.
Kreml: Kein Gespräch mit Putin
Wie russische Nachrichtenagenturen berichteten, bestätigte Kremlsprecher Dmitri Peskow, dass Ratcliffe zu Gesprächen "zwischen den Geheimdiensten" nach Moskau gereist war. Zugleich stellte Peskow klar, dass es kein Treffen zwischen Ratcliffe und Präsident Wladimir Putin gegeben habe.
Für Ratcliffe dürfte es der erste Besuch in Moskau seit seinem Amtsantritt als CIA-Chef gewesen sein. Der letzte öffentlich bekannte Russland-Besuch eines CIA-Direktors liegt demnach im Jahr 2021, als William Burns nach Moskau reiste und dort auch Putin traf. Burns war damals im Auftrag von US-Präsident Joe Biden unterwegs, um eine weitere Zuspitzung im Ukraine-Konflikt zu verhindern. Dennoch begann Putin am 24. Februar 2022 den russischen Angriff auf die Ukraine.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber