Iran

Irans Minister: «Druck? Zwecklos!»

Neue Geheimdiplomatie im Iran-Krieg: Nach heiklen Gesprächen schickt Teheran eine brisante Botschaft nach Washington.

28.08.2026, 09:57 Uhr

Iran signalisiert weiter Bereitschaft zu Gesprächen mit den USA

Im festgefahrenen Streit mit den Vereinigten Staaten hat Irans Außenminister Abbas Araghtschi erneut betont, dass eine diplomatische Lösung weiterhin möglich sei. Auf der Plattform X schrieb er, es sei nicht ausgeschlossen, die Verhandlungen wieder in Gang zu bringen. Zugleich machte er deutlich, dass Washington aus Sicht Teherans umdenken müsse: Druck sei kein wirksames Mittel. Stattdessen sollten die USA Vertrauen schaffen, respektvoll auftreten, die Rechte Irans anerkennen und ihren Zusagen nachkommen.

In den vergangenen Tagen liefen in der Region neue diplomatische Kontakte an. Bereits am Montag reiste eine Delegation unter Führung des pakistanischen Armeechefs Asim Munir nach Teheran. Einen Tag später folgte Omans Außenminister Badr al-Busaidi. Am Donnerstag kam es zudem zu einem Treffen zwischen Araghtschi und Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani.

Etwa sechs Monate nach Beginn des Iran-Kriegs ist der Konflikt weiterhin blockiert. Nach Berichten iranischer Medien ging es bei den Gesprächen mit Oman vor allem um eine mögliche Freigabe der Straße von Hormus. Dafür verlangt Teheran von der US-Regierung Zugeständnisse, die bereits in einem Rahmenabkommen im Juni vorgesehen gewesen seien. US-Präsident Donald Trump setzt unterdessen weiter auf wirtschaftlichen Druck gegen den Iran und verfolgt dabei nach iranischer Darstellung einen „Wirtschaftskrieg“.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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