Die Bundesanwaltschaft geht gegen mutmaßliche Angehörige der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) vor. Nach Angaben der Behörde wurden auf Anordnung des Ermittlungsrichters am Bundesgerichtshof Wohnungen von fünf Beschuldigten in Filderstadt in Baden-Württemberg, Potsdam in Brandenburg sowie im Landkreis Limburg-Weilburg in Hessen durchsucht. Gegen die Betroffenen wird wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung ermittelt.
Nach Einschätzung der Ermittler könnten die Verdächtigen als IS-Mitglieder nach Deutschland gekommen sein, um hier und in anderen europäischen Ländern Kontakte zu weiteren Anhängern zu knüpfen und finanzielle Mittel zu sammeln. Festnahmen gab es zunächst nicht. Die Durchsuchungen sollen nun dazu beitragen, die bestehenden Verdachtsmomente weiter aufzuklären.
Weitere Einsätze in mehreren Bundesländern
Darüber hinaus wurden laut Bundesanwaltschaft auch Objekte von elf weiteren Personen durchsucht, die derzeit nicht als Beschuldigte geführt werden. Diese Maßnahmen fanden in Hof in Bayern, Berlin, Potsdam und Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg, Limburg-Weilburg und dem Wetteraukreis in Hessen, Dortmund in Nordrhein-Westfalen sowie im Kreis Stormarn in Schleswig-Holstein statt.
An den Einsätzen waren Kräfte des Bundeskriminalamts sowie Polizeibeamte aus Baden-Württemberg, Brandenburg und Hessen beteiligt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber