Politik

FDP-Kandidatin: Warum Briefwahl so sicher ist

Briefwahl vor dem Aus? AfD will sie kippen – FDP-Spitzenfrau Hüskens hält dagegen und nennt sie für viele unverzichtbar.

25.08.2026, 15:28 Uhr

Hüskens verteidigt Briefwahl und weist AfD-Vorwürfe zurück

FDP-Spitzenkandidatin und Landeschefin Lydia Hüskens hat sich für die Briefwahl ausgesprochen und Vorwürfe zur angeblich mangelnden Sicherheit entschieden zurückgewiesen. Die Briefwahl sei eine sehr praktische Lösung, besonders für Menschen, die am Wahltag keine Zeit hätten, erklärte sie. Zudem sei sie ebenso sicher wie die Stimmabgabe im Wahllokal. Ihre eigene Stimme gab Hüskens bereits am Dienstag im Briefwahllokal der Landeshauptstadt ab.

Nach ihren Worten ist auch die Auszählung der Briefwahlstimmen transparent: Interessierte könnten am Wahlabend des 6. September ebenso dabei zusehen wie bei der Auszählung der Urnenstimmen. Es sei aus ihrer Sicht nicht hinnehmbar, bestimmten Gruppen wie etwa Pflegekräften pauschal zu unterstellen, sie würden Wahlen beeinflussen oder manipulieren.

Auslöser der Debatte sind Äußerungen von AfD-Co-Vorsitzendem Tino Chrupalla. Er hatte am Wochenende erklärt, ihm seien aus Gesprächen mit Pflegern und Angehörigen Fälle aus Pflegeheimen bekannt, in denen bei der Briefwahl „der Stift sozusagen geführt wurde“. Für die AfD sei deshalb klar, dass die Briefwahl abgeschafft werden müsse.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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