Durchsuchungen nach Telefonbetrug: Zwei Handys beschlagnahmt
Nach einem Telefonbetrug zum Nachteil einer Seniorin haben Ermittler im Raum Moosburg an der Isar mehrere Wohnungen durchsucht und dabei zwei Mobiltelefone sichergestellt. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, richtet sich das Verfahren gegen drei junge Tatverdächtige im Alter von 16, 18 und 19 Jahren sowie gegen weitere bislang unbekannte Personen. Ihnen wird gewerbs- und bandenmäßiger Betrug vorgeworfen.
Auslöser der Ermittlungen war demnach ein Fall von Anfang März 2026 in Altfraunhofen im Landkreis Landshut. Eine ältere Frau soll nach einem betrügerischen Anruf mehr als 10.000 Euro in zwei Umschlägen in der Nähe ihrer Wohnung zur Abholung deponiert haben. Bei einem weiteren Vorfall übergab sie außerdem ihre EC-Karte zusammen mit der PIN. In der Folge wurden mehrere Tausend Euro von ihrem Konto abgehoben.
Nach intensiver Ermittlungsarbeit konnten die Behörden die drei jungen Beschuldigten als mutmaßliche Abholer identifizieren. Nun wird geprüft, ob sie auch bei weiteren Fällen von Telefonbetrug eingesetzt wurden. Im Fokus stehen dabei unter anderem Taten im Raum Erding sowie in Dessau. Die Auswertung der sichergestellten Handys soll zusätzliche Hinweise liefern.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber