Politik

Diese App bringt deinen Ausweis aufs Handy

Ab Januar kommt der Ausweis aufs Handy – jetzt ist endlich raus, wie die App heißt und was sie alles kann.

09.09.2026, 14:44 Uhr

App „d-you“ soll Smartphone zum digitalen Ausweis machen

Wer sein Smartphone künftig auch als Ausweis verwenden möchte, soll dafür ab dem kommenden Jahr die App „d-you“ nutzen können. Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) präsentierte in Berlin den Namen und das Erscheinungsbild der Anwendung. Das Design ist in Grün und Blau gehalten, ergänzt durch einen seitlichen Streifen in Schwarz-Rot-Gold. Nach Angaben des Ministers steht das „d“ für digital und Deutschland, während „you“ den Menschen in den Mittelpunkt rücken soll.

Die Präsentation gilt als weiterer Schritt bei der Einführung der sogenannten EUDI-Wallet, eines Projekts der Europäischen Union. Dieses sieht vor, dass alle Mitgliedstaaten eine Anwendung für digitale Ausweise auf dem Smartphone bereitstellen. In Deutschland ist der Start für den 2. Januar 2027 geplant.

Digitaler Ausweis auf dem Handy

Im Kern soll die App es Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, eine digitale Version ihres Personalausweises auf dem Smartphone zu speichern. Nach und nach sollen auch weitere Nachweise wie etwa der Führerschein eingebunden werden. Langfristig könnten physische Plastikkarten damit häufiger zu Hause bleiben.

Vor allem im Internet soll die Anwendung Vorteile bringen: So könnte es deutlich einfacher werden, sich online auszuweisen – etwa bei der Eröffnung eines Bankkontos oder beim Nachweis des Alters beim Einkauf.

Die Nutzung der Wallet bleibt freiwillig. Wildberger betonte, es gehe nicht um Überwachung, sondern um mehr Sicherheit im digitalen Alltag.

Aus dem Ministerium hieß es, dass bereits zum Start verschiedene Einsatzmöglichkeiten zur Verfügung stehen sollen. So werde die App unter anderem für Altersnachweise, rechtssichere Vertragsabschlüsse und die Eröffnung von Bankkonten nutzbar sein. Zum Beginn soll sie laut Ministerium bei rund 40 Anbietern eingesetzt werden können, darunter die Post, mehrere Banken, Energie- und Telekommunikationsunternehmen, Kommunen, Hochschulen sowie einzelne Bundesländer.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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