Anklage nach Messerangriff am Holocaust-Mahnmal
Im Zusammenhang mit dem Messerangriff am Holocaust-Mahnmal in Berlin hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen einen Syrer erhoben. Der Mann soll den bereits verurteilten Haupttäter unterstützt haben. Ihm werden Beihilfe zum versuchten Mord sowie Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung zur Last gelegt, wie die Behörde in Karlsruhe mitteilte.
Nach den Ermittlungen soll der Beschuldigte kurz vor der Tat im Februar vergangenen Jahres Kontakt zu dem Angreifer gehabt haben. Beide hätten den Nachmittag vor dem Angriff miteinander verbracht. Dabei soll er den Haupttäter bestärkt haben, die Tat auszuführen. Der Mann sitzt seit Ende Mai in Untersuchungshaft, nachdem er in Berlin festgenommen worden war. Die Anklage ging an das Kammergericht in Berlin.
Der Haupttäter, ebenfalls ein Syrer, war bereits im März vom Berliner Kammergericht wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Urteil ist bislang noch nicht rechtskräftig.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber