Politik

Deutsche Panzerbrigade probt in Litauen den Ernstfall

Nur 15 km vor Belarus: 2.900 Soldaten und 800 Fahrzeuge proben in Litauen den Ernstfall gegen die neue Drohnen-Gefahr.

10.06.2026, 07:55 Uhr

Deutsche Panzerbrigade übt erstmals in Litauen den Gefechtseinsatz

Die neu aufgebaute deutsche Panzerbrigade in Litauen hat im baltischen Nato-Land erstmals eine Gefechtsübung durchgeführt. Brigadegeneral Christoph Huber bezeichnete das Manöver auf dem Truppenübungsplatz Pabrade als wichtigen Schritt hin zur Einsatz- und Kriegstüchtigkeit. Dabei flössen auch Erkenntnisse aus dem Krieg in der Ukraine in die Ausbildung ein.

Mit der Stationierung der Brigade reagiert Deutschland auf die aus seiner Sicht zunehmende Bedrohung durch Russland. Der Großverband soll bis 2027 vollständig einsatzbereit sein und dann rund 4.800 Soldaten sowie etwa 200 zivile Beschäftigte umfassen. Litauen liegt an der Grenze zu Belarus, einem engen Verbündeten Russlands, und an der russischen Exklave Kaliningrad.

Huber betonte, für die Panzerbrigade 45 „Litauen“ als Teil der 10. Panzerdivision sei es entscheidend, sich auf mögliche künftige Konflikte vorzubereiten. Maßstab seien moderne Gefechtsszenarien und nicht die Kriege vergangener Zeiten.

Tausende Soldaten und Hunderte Fahrzeuge im Einsatz

Auf dem Übungsplatz in Pabrade begann am Mittwoch die entscheidende Phase des Manövers. Die Bundeswehr setzt dabei mehr als 300 Drohnen ein. Im Rahmen von „Freedom Shield 2026“ trainiert die im vergangenen Jahr offiziell in Dienst gestellte Brigade damit erstmals den Gefechtseinsatz auf litauischem Territorium.

Für die Übung wurden rund 2.900 Soldaten zusammengezogen, darunter etwa 2.300 aus Deutschland. Außerdem sind etwa 800 Fahrzeuge aus insgesamt acht Nato-Staaten beteiligt. Das Übungsgelände liegt nur rund 15 Kilometer von der Grenze zu Belarus entfernt.

"Freedom Shield 2026" Übung der Panzerbrigade 45
"Freedom Shield 2026" Übung der Panzerbrigade 45 Quelle: Kay Nietfeld/dpa

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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