Politik

Charles‘ brisantes Trump-Geschenk: U-Boot-Glocke mit Namen

Mit diesem ungewöhnlichen Geschenk überrascht König Charles III. Donald Trump: eine U-Boot-Glocke mit dem Namen des US-Präsidenten. Doch damit nicht genug – der Monarch kann sich auch einige spitze Scherze nicht verkneifen.

29.04.2026, 05:20 Uhr

US-Präsident Donald Trump hat von König Charles III. eine polierte Schiffsglocke erhalten, auf der sein Nachname eingraviert ist. Wie Charles bei einem Staatsbankett im Weißen Haus erklärte, stammt das Stück von dem britischen U-Boot HMS „Trump“, das 1944 gebaut wurde. Das Präsent sei als Symbol der gemeinsamen Vergangenheit und der engen Zukunft beider Länder gedacht.

Auf der Glocke stehen gut sichtbar „TRUMP“ und die Jahreszahl 1944. Dass Trump Wert darauf legt, seinen Namen auf Produkten und Projekten zu sehen, ist bekannt: Früher prangte er vor allem auf seinen Hotels, inzwischen etwa auch auf der Regierungsseite „TrumpRx“ für günstigere Medikamente sowie auf der angekündigten „Trump Gold Card“, die für eine Million US-Dollar ein Bleiberecht in den USA ermöglichen soll.

Dass das U-Boot denselben Namen trug wie der heutige Präsident, ist dabei reiner Zufall. Die britischen U-Boote der T-Klasse begannen alle mit dem Buchstaben „T“ – darunter eben auch die „Trump“.

Charles verweist auf den Krieg in der Ukraine

Der König verband das Geschenk zugleich mit der langen militärischen Partnerschaft zwischen Großbritannien und den USA. Amerika habe eine entscheidende Rolle bei der Verteidigung der Freiheit in Europa gespielt, sagte Charles, und das werde er nie vergessen. Zugleich erinnerte er daran, dass diese Freiheit durch Russlands Angriff auf die Ukraine erneut bedroht sei. Unter Trump wurde die amerikanische Unterstützung für die ukrainische Verteidigung deutlich reduziert.

Trump erklärte seinerseits, Charles teile seine Ansicht, dass der Iran keine Atomwaffe bekommen dürfe. In seiner Rede sprach der König dieses Thema jedoch nicht an. Zwischen Washington und London hatte es zuletzt Spannungen gegeben, weil sich die britische Regierung nicht an der Seite der USA an einem Krieg gegen den Iran beteiligen wollte.

Spitze gegen den Umbau am Weißen Haus

Charles erlaubte sich bei dem Dinner auch einen kleinen Scherz auf Trumps Kosten. Nach dessen Besuch auf Schloss Windsor könne er nicht umhin, die „Veränderungen“ am Ostflügel des Weißen Hauses zu bemerken, sagte er.

Trump hatte den East Wing kurzfristig abreißen lassen, um Platz für einen großen Ballsaal zu schaffen. Charles ergänzte mit ironischem Unterton, die Briten hätten 1814 ja bereits ihren eigenen kleinen Versuch eines „Umbaus“ am Weißen Haus unternommen – damals setzten britische Truppen das Gebäude in Brand.

Seitenhieb zur Geschichte der USA

Außerdem griff der König eine frühere Bemerkung Trumps auf. Der US-Präsident hatte einmal gesagt, ohne den Beitrag der Vereinigten Staaten im Zweiten Weltkrieg würde man in Europa heute Deutsch sprechen. Charles konterte mit einem historischen Scherz: Ohne die Briten, so fragte er in die Runde, würden die Amerikaner womöglich Französisch sprechen. Hintergrund ist, dass Frankreich noch vor Großbritannien Kolonien auf dem nordamerikanischen Kontinent gegründet hatte.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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