Politik

AfD schießt im «Politbarometer» auf 28 Prozent

Fast 30 Prozent: Die AfD zieht in Umfragen erneut an der Kanzlerpartei vorbei – und baut ihren Vorsprung weiter aus.

19.06.2026, 10:14 Uhr

Die AfD hat ihren Vorsprung vor der Union auch im aktuellen ZDF-Politbarometer weiter vergrößert. Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, käme sie auf 28 Prozent und legte damit im Vergleich zur vorherigen Erhebung um einen Punkt zu. Die CDU/CSU verliert einen Punkt und erreicht 24 Prozent.

Die SPD verbessert sich leicht auf 13 Prozent. Die Grünen büßen zwei Punkte ein und kommen auf 12 Prozent. Die Linke bleibt stabil bei 11 Prozent. Die FDP gewinnt zwar einen Punkt hinzu, läge mit 4 Prozent aber weiterhin unter der Hürde für den Einzug in den Bundestag.

Auch in anderen Umfragen großer Abstand

Auch andere in dieser Woche veröffentlichte Umfragen sehen die AfD klar vor der Union. Dort fielen die Werte für die AfD teils sogar noch etwas höher aus. Bei Insa wurden 29 Prozent für die AfD und 22 Prozent für CDU/CSU gemessen. YouGov kam ebenfalls auf 29 Prozent für die AfD; der Vorsprung vor der Union wuchs dort auf neun Prozentpunkte. In einer Forsa-Erhebung lag die AfD mit 27 Prozent etwas niedriger, führte aber ebenfalls deutlich vor der Union mit 21 Prozent.

Angaben zur Erhebung

Für das Politbarometer befragte die Forschungsgruppe Wahlen nach eigenen Angaben zwischen dem 16. und 18. Juni insgesamt 1.190 Menschen telefonisch sowie online. Das Institut beziffert die Fehlertoleranz bei einem Stimmenanteil von 40 Prozent auf etwa plus/minus drei Prozentpunkte, bei einem Anteil von zehn Prozent auf rund plus/minus zwei Prozentpunkte.

Umfragen sind keine Wahlergebnisse

Wie alle Wahlumfragen ist auch diese Momentaufnahme mit Unsicherheiten verbunden. Sinkende Bindungen an Parteien und zunehmend kurzfristige Wahlentscheidungen erschweren den Instituten die genaue Gewichtung der Daten. Zudem zeigen Umfragen grundsätzlich nur die Stimmung zum Zeitpunkt der Befragung und stellen keine verlässliche Vorhersage des tatsächlichen Wahlausgangs dar.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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