Nachwuchs bei den Giraffen im Schweriner Zoo
Im Schweriner Zoo gibt es erfreuliche Nachrichten: Am 13. Oktober wurde ein weibliches Kalb der Nubischen Giraffe geboren. Nach Angaben des Zoos sind sowohl das Jungtier als auch seine Mutter wohlauf. Zoodirektor Tim Schikora erklärte, das Kleine wirke bislang sehr lebhaft und aufmerksam, trinke gut und werde von seiner Mutter fürsorglich versorgt. Für die siebenjährige Giraffe Kahlua ist es bereits der zweite Nachwuchs.
Geburt trotz Vorbereitung überraschend
Zwar hatten sich die Tierpfleger auf die Geburt eingestellt, dennoch kam sie letztlich unerwartet. Der genaue Zeitpunkt ließ sich wegen der bei Giraffen unterschiedlich langen Tragzeit nicht sicher bestimmen. Immerhin konnte Kahlua noch rechtzeitig in einen geschützten, ruhigen Bereich neben dem Stall gebracht werden.
Für Besucher heißt es nun erst einmal abwarten: Mutter und Jungtier bleiben zunächst getrennt von den übrigen Giraffen, damit möglichst wenig Stress entsteht. Erst danach sollen beide langsam wieder an die Gruppe herangeführt werden. Wann das Kalb erstmals die große Außenanlage erkunden darf, ist zudem vom Wetter abhängig. Schikora zufolge werden noch einige Wochen vergehen, bis sich zuverlässig sagen lässt, ob sich das Jungtier gesund entwickelt.
Auch in der Giraffengruppe des Zoos steht bald eine Veränderung an: Mojo, das erste Kalb von Kahlua, soll in einen anderen Zoo umziehen. Bis dahin leben in Schwerin insgesamt fünf Giraffen.
Wichtig auch für den Artenschutz
Die Geburt hat nicht nur für den Zoo selbst Bedeutung, sondern auch für den Schutz der Art. Das Kalb ist Teil des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms für Giraffen. Nach Angaben des Zoos werden in diesem Programm rund 776 Tiere in 305 Einrichtungen betreut, darunter etwa 440 Nubische Giraffen.

In freier Wildbahn ist die Lage deutlich ernster: Von den stark bedrohten Nördlichen Giraffen existieren nur noch knapp 7.000 Tiere.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber