Nach dem mutmaßlichen gewaltsamen Tod eines Mannes aus Starnberg haben Ermittler einen weiteren Verdächtigen gefasst. Wie die Polizei mitteilte, wurde der 50-Jährige am Montag in Garmisch-Partenkirchen festgenommen. Medien hatten zuvor darüber berichtet.
Nach Angaben eines Polizeisprechers handelt es sich bei dem Ukrainer um einen mutmaßlichen Beteiligten an der Tat. Gegen ihn wurde ein Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Die Festnahme verlief demnach ohne Widerstand. Noch im Laufe des Tages sollte der Mann einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Aus welchen Gründen er in den Fokus der Ermittler geriet, wurde nicht bekanntgegeben.
Bereits zuvor war ein 37 Jahre alter Mann aus Kasachstan im Zusammenhang mit dem Fall festgenommen worden. Er war einige Tage nach dem Verschwinden des 51-jährigen Opfers in Gewahrsam genommen worden und befindet sich seither in Untersuchungshaft.
Geschäftsverbindungen als mögliches Motiv
Zu den genauen Umständen des Verbrechens äußert sich die Polizei weiterhin nur zurückhaltend. Als möglicher Auslöser gelten geschäftliche Kontakte zwischen dem Getöteten und dem 37-jährigen Hauptverdächtigen. Auch bei dem nun festgenommenen zweiten Verdächtigen soll es sich laut Polizei um einen Geschäftsmann handeln.
Der 51-jährige Deutsche war seit Mitte Juli vermisst worden. Sein Wagen wurde auf einem Parkplatz im Münchner Stadtteil Freimann entdeckt. Einige Tage später fanden die Ermittler seine Leiche im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Die Obduktion ergab, dass der Mann durch massive Gewalteinwirkung ums Leben kam.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber