Bayern

Söder will jetzt mehr Geld für Klimaanlagen

Ungewöhnlicher Schauplatz vor der Sommerpause: Söder versammelt sein Kabinett – und plötzlich geht es um Hitze und Wasser.

28.07.2026, 12:10 Uhr

Der Freistaat Bayern will angesichts immer häufigerer Hitzewellen den Einbau von Klimaanlagen in öffentlichen Einrichtungen stärker unterstützen. Die Förderfähigkeit soll unter anderem für Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Kindertagesstätten und Schulen ausgeweitet werden. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei einer Kabinettssitzung auf der MS Starnberg am Starnberger See an. Es war die letzte Sitzung vor der Sommerpause.

Zugleich bekräftigte Söder die Pläne für große Wasserleitungen vom Süden in den Norden Bayerns. Er sprach von einem „Generationenprojekt“ und einer neuen Wasserfernleitung für Bayern. Vor allem Nordostbayern und Franken sollen davon profitieren. Nach Söders Worten soll so eine Art Aquäduktsystem entstehen, das am Ende eine Gesamtlänge von 1.200 Kilometern erreichen könnte.

„Bayern ist Wasserland und soll es auch bleiben“, sagte Söder. Der Klimawandel bringe jedoch wachsende Probleme mit sich. Auf Hochwasserphasen folgten Zeiten mit Niedrigwasser und Wassermangel. Aktuell erlebe Bayern eine der längsten Hitzewellen sowie sehr niedrige Pegelstände beim Grundwasser und in den Seen. Deshalb wolle die Staatsregierung reagieren – durch die Optimierung bestehender Wasserleitungen und mit einer großen Leitung quer durch den Freistaat, um die Wasserversorgung dauerhaft zu sichern.

Zusätzlich soll der bestehende Niedrigwasser-Informationsdienst (NID) weiterentwickelt werden. Künftig sind weitere Auswertungen auf Basis von Echtzeitdaten geplant, um Niedrigwasserlagen bei Wasserständen, Abflüssen und Wassertemperaturen früher und genauer einschätzen zu können.

Außerdem will Bayern den natürlichen Wasserrückhalt in der Landschaft verbessern. Im Mittelpunkt stehen regionale Lösungen, die gemeinsam von Kommunen, Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Bürgerinnen und Bürgern entwickelt und umgesetzt werden sollen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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