Bayern

Rekord: Bus- und Bahnnetz jetzt 682 Millionen Kilometer

Neue Zahlen überraschen: So stark wächst Bayerns ÖPNV wirklich – und warum Busse und Bahnen immer wichtiger werden.

05.10.2026, 15:40 Uhr

Bayerns Busse und Bahnen haben im vergangenen Jahr nach Fahrplan insgesamt 682 Millionen Kilometer zurückgelegt. Das waren rund 19 Millionen Kilometer mehr als 2024. Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) sprach in München von einer insgesamt positiven Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs im Freistaat. Gegenüber dem Vorjahr sei das Angebot 2025 um 3,0 Prozent gewachsen – mit mehr Verbindungen für die Fahrgäste.

Vor allem außerhalb der Großstädte mehr Angebot

In den großen Städten blieb das Niveau laut Monitoring weitgehend stabil: Dort summierten sich die Fahrplankilometer auf etwa 133 Millionen, nach 132 Millionen im Jahr 2024. Deutlicher fiel das Plus dagegen im Umland der Zentren und auf dem Land aus.

Im sogenannten Verdichtungsraum rund um die Städte stieg das Angebot um 1,9 Prozent auf 164 Millionen Kilometer. Im ländlichen Raum fiel der Zuwachs mit 4,8 Prozent besonders stark aus; dort wurden 358 Millionen Kilometer verzeichnet. Bernreiter bezeichnete diese Entwicklung als „echte Erfolgsgeschichte“.

Fahrplankilometer geben an, welche Strecke Verkehrsmittel laut Fahrplan leisten sollen. Sie sagen allerdings nichts darüber aus, wie viele Menschen tatsächlich mitfahren oder wie stark Busse und Bahnen ausgelastet sind. Kritiker weisen zudem darauf hin, dass diese Kennzahl ländliche Regionen benachteiligen könne.

Außerhalb der Metropolen gewinnen zudem flexible Angebote an Bedeutung. Nach Angaben des Ministeriums wird im ländlichen Raum bereits 38,4 Prozent des straßengebundenen ÖPNV bedarfsgesteuert angeboten – etwa durch Rufbusse oder Anrufsammeltaxis.

Nachfrage übertrifft Vorkrisenniveau

Auch bei den Fahrgastzahlen zeigt der Trend nach oben. Insgesamt lag die Nachfrage im Jahr 2024 wieder klar über dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Im Vergleich zu 2019 betrug das Plus elf Prozent.

Besonders dynamisch entwickelte sich der Schienenverkehr: Dort lag die Nachfrage 2024 bereits 23,8 Prozent über dem Wert von 2019 und zugleich 16,9 Prozent über 2023. Als wichtige Gründe gelten das Deutschlandticket sowie verbesserte Angebote im Schienenpersonennahverkehr.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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