Israel

7. Oktober: Netanjahu sendet Hamas eine düstere Warnung

Beim Gedenken droht Netanjahu den Hamas-Tätern offen – kurz vor Israels Wahl spitzt sich die Lage dramatisch zu.

05.10.2026, 15:27 Uhr

Netanjahu bekräftigt Vorgehen gegen Hamas bei Gedenken an Opfer

Bei einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des Hamas-Angriffs auf Israel vom 7. Oktober 2023 sowie des anschließenden Krieges hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu den Beteiligten des Überfalls erneut mit Vergeltung gedroht. Nach Angaben seines Büros sagte er, es werde keine Herrschaft der Hamas im Gazastreifen geben. Wer an dem Angriff beteiligt gewesen sei oder israelische Geiseln festgehalten habe, könne sich seiner Verfolgung nicht sicher sein. Israel werde diese Menschen aufspüren, so wie es bereits in anderen Fällen geschehen sei.

Israel hatte der Opfer wegen des jüdischen Kalenders bereits am Montag gedacht.

Bei dem Massaker vor drei Jahren kamen etwa 1.200 Menschen ums Leben, zudem wurden 251 Personen als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Im Krieg, der auf den Angriff folgte, wurden nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde in Gaza mehr als 74.000 Palästinenser getötet. Zwar gilt seit Oktober 2025 offiziell eine Waffenruhe, dennoch kommt es weiterhin immer wieder zu tödlichen Angriffen.

Der Jahrestag des 7. Oktober fällt in diesem Jahr in eine entscheidende Phase des israelischen Wahlkampfs. Am 27. Oktober steht die erste Parlamentswahl seit dem Massaker an. Umfragen zufolge kann weder das Lager von Netanjahu noch das seiner politischen Gegner mit einer eigenen absoluten Mehrheit rechnen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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