Der künftige Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper, Petr Popelka, wünscht sich mehr Perspektivwechsel im Musikbetrieb. Im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung sagte er, der Musik könne es guttun, wenn Dirigenten gelegentlich selbst im Orchester mitspielten und Orchestermusiker hin und wieder ans Dirigentenpult träten.
Der tschechische Musiker, der viele Jahre als stellvertretender Solo-Kontrabassist bei der Sächsischen Staatskapelle Dresden tätig war, betonte, dass die Aufgaben des Dirigierens aus dem Orchester heraus oft leichter wirkten, als sie tatsächlich seien. Dasselbe gelte auch andersherum: Vom Pult aus erscheine es mitunter einfacher, als es sei, ein Orchester präzise zusammenzuhalten.
Erst am Mittwoch war bekannt geworden, dass der 40-Jährige ab der Spielzeit 2029/2030 in München die Nachfolge von Vladimir Jurowski antreten wird. Seine Position als Chefdirigent der Wiener Symphoniker, die er seit 2024 innehat, wird Popelka dann niederlegen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion