Bayern

Nach Messerattacke: Ruhpolding-Täter in Klinik

Messer-Alarm im Regionalzug: Kinder fliehen panisch, ein Mann bedroht Fahrgäste – was hinter der Attacke steckt.

16.07.2026, 18:46 Uhr

Mann nach Messerbedrohung in Ruhpolding in forensischer Klinik untergebracht

Nach der Messerbedrohung in einem Zug in Ruhpolding ist der Verdächtige in einer geschlossenen forensischen Einrichtung untergebracht worden. Wie die Bundespolizei mitteilte, ordnete das Amtsgericht Traunstein die Unterbringung an. Nach aktuellem Stand gehen die Ermittler davon aus, dass der Mann schwer psychisch erkrankt ist und möglicherweise nur vermindert schuldfähig war.

Der Vorfall hatte sich am Dienstag in einem stehenden Zug ereignet. Als ein Zugbegleiter den Mann kontrollieren wollte, kam es laut Polizei zu einem Streit. Dabei soll der Verdächtige ein Messer gezogen und den Bahnmitarbeiter bedroht haben. Anschließend verlagerte sich die Situation auf den Bahnsteig, von wo aus der Zugbegleiter in Richtung Stadt flüchtete. Während der Verfolgung warf der Angreifer nach Angaben der Beamten das Messer auf den Mann, verfehlte ihn jedoch.

Ein Kioskbetreiber brachte demnach zwischenzeitlich Kinder in Sicherheit und hielt den Tatverdächtigen mit einem Holzschläger auf Abstand. Als Sirenen der Polizei zu hören waren, lief der Mann in Richtung Stadtgebiet davon. Im Bereich des Kurparks konnten Einsatzkräfte ihn schließlich stoppen und entwaffnen.

Bei dem Verdächtigen handelt es sich laut Bundespolizei um einen 28-jährigen Afghanen, der seit 2023 in Deutschland lebt. Sein Asylantrag wurde zwar abgelehnt, dennoch ist sein Aufenthalt derzeit legal, da aktuell ein Abschiebestopp nach Afghanistan gilt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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