Charlotte Knobloch bleibt Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern.
Die 93-Jährige ist am Abend einstimmig und ohne Gegenkandidaten erneut an die Spitze der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKG) gewählt worden, wie die Gemeinde mitteilte. Knobloch steht der IKG bereits seit 1985 vor. Eine Amtszeit beträgt jeweils vier Jahre.
Die gebürtige Münchnerin hatte den Holocaust in Franken überlebt und kehrte später in ihre Heimatstadt zurück. Auch über die Gemeinde hinaus übernahm sie wichtige Aufgaben: Von 2006 bis 2010 leitete sie den Zentralrat der Juden in Deutschland als Präsidentin. Zudem war sie von 2005 bis 2013 Vizepräsidentin des Jüdischen Weltkongresses.
Für ihren persönlichen und politischen Einsatz für Versöhnung sowie im Kampf gegen Antisemitismus wurde Knobloch 2023 mit dem Bayerischen Verfassungsorden ausgezeichnet.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber