Deutlicher Erfolg zum Abschluss der ersten Quali-Runde
Die deutschen Basketballer haben die erste Phase der WM-Qualifikation mit einem klaren Sieg beendet. Das Team um Kapitän und NBA-Profi Dennis Schröder setzte sich in Bamberg deutlich mit 111:79 (56:31) gegen Zypern durch. Damit steht für die Auswahl des Deutschen Basketball-Bundes im sechsten Spiel der fünfte Erfolg zu Buche. Die bislang einzige Niederlage hatte es im Februar auswärts gegen Kroatien gegeben.
Schröder führt Deutschland an
Gegen den klaren Außenseiter aus Zypern geriet der Erfolg letztlich nie ernsthaft in Gefahr. Vor 5.713 Zuschauerinnen und Zuschauern war Schröder mit 20 Punkten der erfolgreichste deutsche Werfer. Ebenfalls stark präsentierten sich Christian Sengfelder (19), Kay Bruhnke (16) und Sananda Fru (13), die allesamt zweistellig punkteten.
Zweite Qualifikationsphase mit Polen, Niederlande und Lettland
Für Deutschland geht es nun in der nächsten Runde der WM-Qualifikation weiter. Auf dem Weg zur Weltmeisterschaft 2027 in Katar, bei der der DBB seinen Titel von 2023 verteidigen möchte, warten im August, November und März 2027 Partien gegen Polen, die Niederlande und Lettland. Der Einzug in diese zweite Phase war bereits vor dem Spiel gegen Zypern sicher, doch da die Ergebnisse aus der ersten Runde übernommen werden, hatte auch diese Begegnung große Bedeutung.
Anfangs noch ausgeglichen
Nur drei Tage nach dem 92:86-Auswärtssieg gegen Israel in Riga tat sich der Favorit zunächst überraschend schwer. Durch einige Unkonzentriertheiten auf deutscher Seite und treffsichere Distanzwürfe der Gäste lag Deutschland nach dem ersten Viertel lediglich knapp mit 22:21 vorn.
Schröder betont Stellenwert der Qualifikation
Bundestrainer Alex Mumbrú musste auf mehrere etablierte Kräfte verzichten. Schröder, der bei den Cleveland Cavaliers unter Vertrag steht, war der einzige Weltmeister im Kader. Aus dem EM-Aufgebot von 2025 gehörte daneben nur Leon Kratzer zur Mannschaft. Spieler wie Franz und Moritz Wagner sowie die Münchner Andreas Obst und Johannes Voigtmann bekamen dagegen eine Pause.
Schröder selbst wollte auch dieses Länderspiel nicht verpassen. Seit 2017 steht er dem Nationalteam in den Sommermonaten regelmäßig zur Verfügung. Bei MagentaSport sagte der 32-Jährige: „Jedes Spiel ist wichtig, egal ob Qualifikation oder nicht. Man sollte den deutschen Adler gut vertreten. Deshalb bin ich hier.“
Entscheidung im zweiten Viertel
Spätestens im zweiten Abschnitt machte Deutschland dann den Klassenunterschied deutlich. Angeführt von Schröder startete das DBB-Team einen 18:1-Lauf und setzte sich entscheidend ab. Zur Pause betrug der Vorsprung bereits 25 Punkte, später wuchs er sogar auf 35 Zähler an. Damit war die Partie früh entschieden, und der klare Heimsieg geriet bis zum Schluss nicht mehr in Gefahr.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber