Fränkische Bibel wächst weiter: Nach dem Neuen Testament folgen nun die Psalmen
Das Neue Testament in fränkischer Mundart ist bislang rund 10.000 Mal verkauft worden. Für christliche Verlage sei das durchaus ein Bestseller, sagte Pfarrer Claus Ebeling aus Lichtenau in Mittelfranken. Jetzt legt das Projekt nach: Mit den Psalmen aus dem Alten Testament erscheint ein zweiter Band, während an einem dritten Teil bereits gearbeitet wird.
Ebeling engagiert sich seit Jahren dafür, dem Dialekt in der evangelischen Kirche mehr Raum zu geben. Den Anfang machte einst ein fränkisches Gesangbuch. Vor zwei Jahren folgte dann „Des Neue Tesdamend“, das er zusammen mit zahlreichen Helferinnen und Helfern in Mundart übertragen hatte. Mit dem großen Erfolg des rund 600 Seiten starken Buches habe er nach eigenen Worten nicht gerechnet. Er sei sehr erfreut über das große Interesse.
Psalmenband mit moderner Gestaltung
Der neue Band mit den Psalmen umfasst knapp 370 Seiten und ist damit deutlich schlanker als das Neue Testament. Besonders hervor hebt Ebeling die Gestaltung: Jede Seite sei mit moderner Kunst versehen, was das Buch optisch sehr ansprechend mache. Die Veröffentlichung des zweiten Teils der „Fränggischn Bibel“ soll an diesem Sonntag, dem 18. Oktober, mit einem Festgottesdienst in Fürth gefeiert werden.
Parallel dazu arbeitet das Team bereits am dritten Band. Derzeit werden die Texte Korrektur gelesen. Dieser Teil soll Predigten sowie eine literarische Auswahl aus dem Alten Testament enthalten und nach Einschätzung Ebelings wohl der umfangreichste der Reihe werden. Mehr als 800 Seiten sollen es allerdings nicht werden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber