Nach Brand am Saurüsselkopf: Löscharbeiten dauern an, Warnung vor hoher Waldbrandgefahr
Nach dem Feuer am Saurüsselkopf in den Chiemgauer Alpen sind weiterhin Nachlöscharbeiten nötig. Wie die Gemeinde mitteilte, gibt es in dem betroffenen Gebiet nahe Ruhpolding im Landkreis Traunstein noch einzelne Glutnester, die gezielt bekämpft werden müssen.
Zur Kontrolle der Lage setzt die Polizei regelmäßig Wärmebildflüge ein. Zusätzlich durchsuchen Einsatzkräfte der staatlichen Forstverwaltung das Gelände zu Fuß mit Wärmebildkameras.
Nach Angaben der Gemeinde kann der Boden äußerlich oft unauffällig wirken, obwohl darunter noch große Hitze steckt. Im Inneren seien Temperaturen von bis zu rund 125 Grad möglich. Die Wärme könne bis in tiefere Erdschichten reichen, teils mehr als einen Meter unter die Oberfläche. Dort könnten Glutreste, etwa im Wurzelbereich, längere Zeit weiter schwelen und jederzeit wieder ein Feuer entfachen. Das Betretungsverbot für das Gebiet bleibt deshalb bestehen.
Waldbrandgefahr erreicht Stufe 4
Mit Blick auf die angekündigten warmen Temperaturen und die ab dem Wochenende geltende Waldbrandwarnstufe 4 bleibt die Situation angespannt. Die Gemeinde rief dazu auf, sich im Wald und in Waldrandnähe besonders vorsichtig zu verhalten. Offene Flammen, Rauchen und das Anzünden von Feuerstellen sollten unbedingt unterlassen werden.
Der Brand war Anfang Mai ausgebrochen, nachdem zuvor extreme Trockenheit geherrscht hatte. In dem schwer zugänglichen Gelände waren zeitweise Hunderte Einsatzkräfte im Einsatz, auch Löschhubschrauber unterstützten aus der Luft. Wie es zu dem Feuer kam, ist bislang nicht geklärt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion