Wetter

Hitze-Start: So sonnig wird’s

Keine Wetter-Wende in Sicht: Bayern bleibt fest im Griff der Sommerhitze.

22.06.2026, 05:55 Uhr

Bayern stöhnt auch zu Wochenbeginn unter großer Hitze. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet am Montag im Freistaat Höchstwerte von bis zu 36 Grad. Besonders in Unterfranken sei die Wärmebelastung extrem. Abkühlung versprechen vor allem Freibäder, kühle Wohnungen oder ein Ausflug in die Berge.

Neben der Hitze drohen erneut Schauer, Gewitter und örtlich auch Unwetter. Vor allem in Franken sowie nahe der Alpen muss mit Starkregen, Hagel und stürmischen Böen gerechnet werden.

Bereits am Wochenende hatte es in Bayern teils kräftig gewittert. Der Sonntag war mit 1.459 Erdblitzen nach Daten des Blitz-Informationsdienstes Aldis/Blids bislang der zweit-blitzreichste Tag des Jahres.

Blitzeinschläge und umgestürzte Bäume

Vor allem am Sonntagabend und in der Nacht zum Montag kam es mancherorts bereits zu Schäden.

Im mittelfränkischen Zirndorf im Landkreis Fürth lief eine Unterführung voll Wasser. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich dort drei Autos, die von der Feuerwehr geborgen wurden.

In Niederbayern schlugen zwei Blitze in ein Wohnhaus ein. Dabei geriet nach Polizeiangaben eine Solaranlage auf dem Dach in Brand. Der Schaden wird auf rund 150.000 Euro geschätzt.

In Auerbach im Landkreis Amberg-Sulzbach traf ein Blitz einen Kamin; dabei fielen laut Polizei lediglich einige Ziegel herab. In Georgenberg und Altenstadt an der Waldnaab stürzten jeweils große Bäume auf Straßen. Für die Bergung mussten Einsatzkräfte sogar einen Kran einsetzen.

Auch in Oberfranken gab es rund 20 unwetterbedingte Einsätze, darunter kleinere Verkehrsunfälle und einige umgestürzte Bäume. In Kronach stürzte am Sonntagnachmittag ein Baum auf das Auto einer 57-jährigen Fahrerin. Ein Ast bohrte sich laut Polizei durch die Windschutzscheibe und verfehlte die Frau nur knapp. Sie erlitt einen Schock und Abschürfungen.

Neu hinzu kam ein weiterer Blitzeinschlag in Pettstadt im Landkreis Bamberg: Dort traf ein Blitz am Morgen eine Scheune, Teile des Gebäudes brannten aus. Den Sachschaden schätzt die Polizei nach ersten Erkenntnissen auf einen sechsstelligen Betrag.

Nächte bringen etwas Erleichterung

In der Nacht zum Dienstag wird es dann spürbar angenehmer: Die Temperaturen sinken auf 15 bis 20 Grad. Das ist eine gute Gelegenheit, nachts zu lüften und die Wohnungen abzukühlen. Am Dienstag rechnet der DWD erneut mit viel Sonne, großer Hitze und meist blauem Himmel.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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