Manipulierte Halloween-Süßigkeiten: Neue Funde in Regensburg und Schwarzenbach
In Bayern sind zwei weitere Fälle von offenbar absichtlich veränderten Halloween-Süßigkeiten bekannt geworden. Die jüngsten Meldungen kommen aus der Oberpfalz, nachdem zuvor bereits ähnliche Vorfälle aus Niederbayern, Oberbayern sowie Mittel- und Unterfranken öffentlich geworden waren.
Zentimeterlange Nadeln in Regensburg
Am Montagnachmittag entdeckte eine Mutter in Regensburg mehrere spitze Nähnadeln in Schokoriegeln, die ihr Sohn beim Süßigkeitensammeln erhalten hatte. Nach Angaben der Polizei waren einige der Nadeln mehrere Zentimeter lang.
Der Junge war bereits am Freitagabend gemeinsam mit Freunden im Dörnberg-Viertel unterwegs. Dort suchen die Ermittler nun nach dem Verantwortlichen. Die Polizei hat ein Verfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.
Weitere Nadel in Schwarzenbach entdeckt
Auch in Schwarzenbach im Landkreis Neustadt an der Waldnaab wurde ein neuer Fall gemeldet. Dort fand ein zehn Jahre altes Mädchen in einem Schokoriegel eine etwa vier Zentimeter lange Nadel. Verletzt wurde das Kind nicht. Die Polizei bittet mögliche Zeugen, sich zu melden.
Fälle aus vielen Regionen bekannt
Die Vorfälle sind längst kein Einzelfall mehr. In Landshut und im nahen Adlkofen wurden Süßigkeiten gefunden, in denen neben Nadeln auch Schrauben steckten. In Vilshofen an der Donau entdeckten Eltern einen Nagel in einer Knusperwaffel. Auch in Nürnberg, Obernburg am Main und Neuburg an der Donau fanden Kinder Nadeln in Schokoriegeln.
In Gräfelfing biss ein neunjähriger Junge in ein mit einer Nadel präpariertes Kaubonbon, blieb aber ebenfalls unverletzt.
Bislang keine verletzten Kinder
Nach bisherigem Stand wurden keine Kinder durch die manipulierten Süßigkeiten verletzt. Entsprechende Fälle wurden inzwischen aus allen Bundesländern außer dem Saarland gemeldet. Auch aus Österreich wurden ähnliche Funde bekannt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber