Aufwendige Bergrettung am Hochstaufen
Bei dichtem Nebel und Schneefall hat die Bergwacht im Berchtesgadener Land drei junge Männer aus Hessen am Hochstaufen in Sicherheit gebracht. Die 17, 20 und 22 Jahre alten Bergsteiger hatten am Sonntag Hilfe gerufen, nachdem der 22-Jährige auf dem Steig der „Steinernen Jäger“ körperlich und mental völlig erschöpft war.
Wie das Bayerische Rote Kreuz mitteilte, war eine Rettung per Hubschrauber wegen des schlechten Wetters und eines technischen Problems nicht möglich. Deshalb entschieden sich die Einsatzkräfte für einen anderen Weg: Statt direkt ins Tal zu gelangen, begleiteten sie die drei über den verschneiten Steig weiter nach oben in Richtung Gipfel.
Der 1.771 Meter hohe Hochstaufen bei Bad Reichenhall ist zwar kein besonders hoher Berg, gilt wegen seines steilen und felsigen Geländes aber als anspruchsvoll. Vor allem die Route über die „Steinernen Jäger“ führt durch absturzgefährdete Passagen und fordert selbst im Sommer viel Kraft und Nerven.
Am Gipfel wurden die drei Männer für die Nacht im Reichenhaller Haus aufgenommen. Die insgesamt 21 Rettungskräfte stiegen anschließend wieder ab und erreichten erst nach rund acht Stunden Einsatzdauer in der Nacht das Tal.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber