Bei Suche nach vermisstem Säugling in Renningen Leiche eines Babys entdeckt
Bei der Suche nach dem vermissten Säugling in Renningen bei Stuttgart haben Einsatzkräfte die Leiche eines Babys gefunden. Nach Angaben der Polizei könnte es sich um den seit Donnerstagabend vermissten, etwa drei Monate alten Jungen handeln. Eine endgültige Identifizierung stand zunächst noch aus.
Ein Funkspruch an die Suchteams beendete den stundenlangen Einsatz: Das Kind sei gefunden worden, die Suche wurde daraufhin abgebrochen. Für die Helfer zerschlug sich damit die Hoffnung auf ein lebendes Auffinden.
Identifizierung noch nicht abgeschlossen
Die Ermittler teilten mit, dass die Maßnahmen zur Identifizierung weiterlaufen. Die Leiche wurde nach bisherigen Angaben zwischen Renningen und dem Ortsteil Malmsheim entdeckt. Ob es sich tatsächlich um das vermisste Kind handelt, war zunächst weiter unklar.
Weitere Angaben dazu, wie der Säugling gefunden wurde, machte die Polizei nicht. Auch zu den Umständen des Todes wurden zunächst keine Details genannt. Diese Fragen sind nun Gegenstand der Ermittlungen der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg.
Junge verschwand kurz vor Mitternacht aus dem Kinderwagen
Der drei Monate alte Junge galt laut Polizei seit Donnerstag kurz vor Mitternacht als vermisst. Nach den aktuellen Angaben verschwand er aus seinem Kinderwagen. Zunächst habe es weder konkrete Hinweise auf den Aufenthaltsort des Kindes noch belastbare Anhaltspunkte für einen Verdacht gegeben. Die Vermisstenanzeige war von den Eltern gestellt worden.
Nach Angaben der Polizei lag der Säugling zuletzt unbeaufsichtigt in dem Kinderwagen. Wo genau sich dieser befand, wurde nicht mitgeteilt. Der Kinderwagen selbst fehlte nach Polizeiangaben nicht. Auch die Staatsanwaltschaft äußerte sich zunächst zurückhaltend und nannte keinen konkreten Verdacht.
Groß angelegte Suche in und um Renningen
An der Suche waren rund 50 Polizeikräfte beteiligt. Unterstützt wurden sie von 40 Suchhunden des Deutschen Roten Kreuzes, Hubschraubern sowie Drohnen mit Wärmebildkameras. Auch Leichenspürhunde kamen zum Einsatz.
Zusätzlich halfen Kräfte von Rettungsdiensten und der Bereitschaftspolizei. Einsatzkräfte versammelten sich am Morgen außerdem auf einem Parkplatz bei einem Lebensmittelmarkt, um die Suche zu unterstützen.
Die Polizei hatte während des Einsatzes betont, dass der Faktor Zeit wegen der hohen Temperaturen besonders wichtig sei. In Renningen herrschten demnach deutlich mehr als 30 Grad. Ein kleines Kind habe nur geringe körperliche Reserven, erklärten die Beamten. Deshalb sei von Beginn an mit großem Aufwand gesucht worden.
Sorge in der Stadt war groß
Der Fall hatte in Renningen große Betroffenheit ausgelöst. Bürgermeisterin Melanie Hettmer zeigte sich tief besorgt und sprach von großer Sorge um das Kind. Die Stadt mit rund 18.000 Einwohnern steht nach ihren Angaben in engem Austausch mit der Polizei.
Renningen liegt westlich von Stuttgart, etwa 25 Kilometer von der Landeshauptstadt entfernt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion