Ein 31 Jahre alter Mann soll in einem Regionalexpress eine Zugbegleiterin sowie drei Fahrgäste mit einer Spritze bedroht haben. Nach Angaben der Bundespolizei wurde niemand verletzt. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung und wegen Bedrohung ermittelt. Auch sein Begleiter rückte ins Visier der Ermittler, weil er ein auf den Oberkörper gemaltes Hakenkreuz gezeigt haben soll.
Kurz vor der Einfahrt des Zuges in Nürnberg war es den Ermittlern zufolge zunächst zu einem Streit gekommen. Als eine 56-jährige Zugbegleiterin versuchte, die Beteiligten zu trennen, soll der 31-Jährige eine Spritze hervorgeholt und mehrfach in ihre Richtung gestochen haben. Danach habe er auch drei Reisende im Alter von 15, 16 und 25 Jahren bedroht, sie jedoch nicht verletzt.
Festnahme an der Wohnanschrift
Die Zugbegleiterin verständigte anschließend die Bundespolizei. Als die Einsatzkräfte am Bahnhof eintrafen, war der Verdächtige bereits ausgestiegen. Er konnte jedoch identifiziert und später an seiner Wohnadresse festgenommen werden. Inzwischen ist der Mann laut den Angaben wieder auf freiem Fuß.
Auch gegen den 39-jährigen Begleiter laufen Ermittlungen. Nach Angaben der Bundespolizei soll er mit freiem Oberkörper durch den Zug gelaufen sein und dabei ein aufgemaltes Hakenkreuz gezeigt haben. Zudem habe er mehreren Fahrgästen den Mittelfinger gezeigt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber