Erneut Buckelwal vor Dänemarks Ostseeküste gesichtet
Vor der dänischen Ostseeküste ist erneut ein Buckelwal unterwegs. Nach Angaben der dänischen Umweltbehörde spricht vieles dafür, dass es sich bei dem nun vor Aarhus gesichteten Tier um denselben Wal handelt, der in den vergangenen Wochen bereits mehrfach in dänischen Gewässern beobachtet wurde, unter anderem zwischen Jütland und der Insel Fünen. Sein Aussehen und sein Verhalten deuten demnach darauf hin, dass er krank sein könnte.
Die Umweltbehörde rief die Menschen eindringlich dazu auf, Abstand zu dem Tier zu halten. Niemand solle sich dem Wal mit Booten nähern oder auf andere Weise Kontakt zu ihm aufnehmen. Falls das Tier tatsächlich erkrankt sei, würde jede Störung zusätzlichen Stress verursachen.
Zugleich betonte die Behörde, dass sie grundsätzlich nicht in das Leben freilebender Wale eingreift. Stattdessen werde darum gebeten, den Buckelwal in Ruhe zu lassen und ihn nur aus sicherer Entfernung zu beobachten. Die Rettungsdienste verfolgten die Lage aufmerksam und stünden dabei in Kontakt mit Fachleuten.
Forschende weisen seit Längerem darauf hin, dass Buckelwale in dänischen Gewässern zunehmend häufiger vorkommen. In den vergangenen Jahren sei es immer mindestens ein Tier pro Jahr gewesen, manchmal auch mehrere.
Bereits im Frühjahr hatte ein anderer Buckelwal große Aufmerksamkeit erregt, nachdem er bis in deutsche Gewässer geschwommen und dort wiederholt gestrandet war. Eine private Initiative brachte das als „Timmy“ bekannte Tier in einer aufwendigen Aktion mit einem Transportkahn in die Nordsee und ließ es dort frei. Fachleute kritisierten das als Tierquälerei. Der Wal überlebte nicht und wurde Mitte Mai tot vor der dänischen Ostseeinsel Anholt entdeckt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber