Khedira wird Co-Trainer bei Real Madrid
Sami Khedira gehört ab sofort zum Trainerteam von José Mourinho bei Real Madrid. Damit kehrt der Weltmeister von 2014 mehr als fünf Jahre nach dem Ende seiner Profikarriere in den Spitzenfußball zurück – und das bei einem der bekanntesten Clubs der Welt. Seine Tätigkeit als TV-Experte bei DAZN beendet er dafür. Auf der Internetseite der Königlichen ist Khedira bereits gemeinsam mit Mourinho und weiteren Mitgliedern des Stabs zu sehen.
Nach Angaben von DAZN erklärte Khedira, die Aufgabe in Madrid eröffne ihm die Chance, den nächsten Schritt in seiner sportlichen Laufbahn zu machen. Für den 39-Jährigen ist es zugleich ein Wiedersehen mit einem Trainer, der seine Karriere stark geprägt hat: Mourinho hatte ihn 2010 vom VfB Stuttgart zu Real geholt.
In dieser gemeinsamen Zeit gewannen beide die spanische Meisterschaft, den Pokal und den Supercup. 2014 holte Khedira dann unter Mourinhos Nachfolger Carlo Ancelotti zusätzlich den Champions-League-Titel.
Weitere Stationen in Turin und Berlin
Nach fünf Jahren in Madrid spielte Khedira von 2015 bis 2021 für Juventus Turin. Im Winter 2021 wechselte er noch einmal in die Bundesliga zu Hertha BSC, wo er wenige Monate später seine Laufbahn beendete. Danach war der gebürtige Schwabe vor allem als TV-Experte im Einsatz.
Zu seinem Abschied von DAZN sagte Khedira, der Sender habe ihm die Möglichkeit gegeben, den Fußball nach der aktiven Karriere aus einer neuen Perspektive zu erleben und seine Erfahrungen mit den Fans zu teilen. Er blicke mit großer Freude und Dankbarkeit auf diese Zeit zurück.
Lob von DAZN und Neustart in Madrid
DAZN-Deutschland-Chefin Alice Mascia würdigte Khedira als Fachmann mit hoher Glaubwürdigkeit und großer Expertise. Sein Wechsel in den Trainerstab von Real Madrid unter einem der erfolgreichsten Trainer der Fußballgeschichte sei ein klarer Hinweis auf seine besondere Qualität und sein tiefes Verständnis für das Spiel.
Real Madrid kommt aus einer enttäuschenden Saison ohne Titel. Der Club trennte sich zur Saisonhälfte vom erst kurz zuvor verpflichteten Ex-Leverkusener Erfolgscoach Xabi Alonso. Auch unter Nachfolger Álvaro Arbeloa blieb die erhoffte Wende aus. Daraufhin holte Präsident Florentino Pérez Mourinho zurück nach Madrid. Der inzwischen 63-Jährige setzte sich anschließend dafür ein, Khedira als Assistenten in sein Trainerteam zu holen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber