Größerer Polizeieinsatz nach mutmaßlicher Messerbedrohung in Vilshofen
Ein zunächst als gefährlich eingeschätzter Vorfall hat in Vilshofen an der Donau einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Nach Angaben der Polizei hatte ein Bewohner einer Arbeiterunterkunft am Vormittag den Notruf gewählt und erklärt, ein Arbeitskollege habe ihn mit einem Messer bedroht. Zudem sagte er, er sei bereits ins Freie geflüchtet.
Daraufhin fuhren mehrere Streifenwagen zu der Unterkunft. Der 42-jährige Anrufer wartete bereits vor dem Gebäude auf die Einsatzkräfte. Sein 49 Jahre alter Kollege kam ebenfalls freiwillig nach draußen und ließ sich dort von den Beamten kontrollieren. Nach Polizeiangaben schilderte er den Vorfall jedoch anders.
Die bisherigen Ermittlungen deuten darauf hin, dass es keine konkrete Bedrohung mit einem Messer gab. Stattdessen gehen die Beamten derzeit von einem heftigen verbalen Streit aus, der offenbar auf einen schon länger andauernden Konflikt zwischen den beiden Männern zurückgeht.
Da sich der mutmaßlich Betroffene inzwischen auf dem Heimweg ins Ruhrgebiet befand, wurden die beiden Männer laut Polizei ohne weiteres Eingreifen räumlich voneinander getrennt. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber