Mamdani kritisiert Trumps Einwanderungskurs zum 250. Jubiläum der USA
Bei einer Ansprache zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten hat New Yorks linksgerichteter Bürgermeister Zohran Mamdani die Einwanderungspolitik der Regierung von Präsident Donald Trump deutlich angegriffen, ohne ihn direkt zu nennen. Mamdani sagte, manche in Machtpositionen vermittelten den Eindruck, Amerika werde kleiner, je mehr Menschen das Land aufnehme. Zudem warf er ihnen vor, die USA nur jenen zusprechen zu wollen, die den „richtigen“ Akzent hätten oder die „richtige“ Hautfarbe mitbrächten. Alle anderen sollten aus dieser Sicht schon dankbar sein, überhaupt ins Land gelassen zu werden.
Mamdani, der Trump in der Vergangenheit wiederholt scharf attackiert, ihn aber auch mehrfach persönlich getroffen hat, hielt seine Rede an einem Schreibtisch, der einst vom ersten US-Präsidenten George Washington genutzt worden sein soll. Um ihn herum standen eingebürgerte US-Bürgerinnen und US-Bürger mit amerikanischen Flaggen. Auch Mamdani selbst wurde nicht in den Vereinigten Staaten geboren: Er kam in Uganda zur Welt und erhielt die US-Staatsbürgerschaft erst später.
Große Feiern zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten
An diesem Samstag begehen die USA den 250. Jahrestag ihrer Staatsgründung. Rund um den ohnehin bedeutenden Feiertag werden in diesem Jahr besonders umfangreiche Feierlichkeiten erwartet. Auch Präsident Trump hat Reden angekündigt.
In New York ist unter anderem ein großes Feuerwerk geplant. Außerdem soll die bekannte Kugel am Times Square erstmals nicht nur an Silvester, sondern auch zu diesem Anlass herabgelassen werden. An der Freiheitsstatue wurde bereits eine Lichtshow gezeigt. Im Hafen der Millionenmetropole ist zudem eine Schiffsparade vorgesehen, an der nach bisherigen Planungen auch das deutsche Segelschulschiff Gorch Fock teilnehmen soll.
Der 4. Juli ist in den Vereinigten Staaten der Unabhängigkeitstag. An diesem Datum im Jahr 1776 verabschiedeten Vertreter der 13 nordamerikanischen Kolonien die Unabhängigkeitserklärung und lösten sich damit von Großbritannien. Dieses Dokument gilt als Gründungsmoment der USA.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber