Nach Waldbrand am Chiemsee: Feuerwehr fordert bessere Ausrüstung
Nach dem schweren Waldbrand am Chiemsee dringt Traunsteins Kreisbrandrat Christof Grundner auf eine modernere Ausstattung der Feuerwehren. Die bislang übliche Schutzkleidung sei bei Vegetationsbränden nur bedingt geeignet. Sie sei zu schwer und für Einsätze in schwierigem Gelände nicht ausreichend ausgelegt, erklärte er.
Aus seiner Sicht müsse deshalb künftig stärker in spezielle Ausrüstung investiert werden. Allerdings sei es nicht notwendig, jede Feuerwehr komplett neu auszustatten. Grundner geht dennoch davon aus, dass solche Lagen künftig in mehr Regionen häufiger auftreten werden. Unwetter, längere Trockenphasen und andere außergewöhnliche Einsatzsituationen würden in immer kürzeren Abständen vorkommen.
Zu Wochenbeginn waren bei Übersee mehrere tausend Quadratmeter Wald- und Moorfläche in Brand geraten. Wegen der starken Rauchentwicklung musste die A8 zeitweise gesperrt werden. An den Löscharbeiten waren zeitweise bis zu 280 Kräfte beteiligt, der Einsatz zog sich über mehr als 20 Stunden hin.
Auch aus der Luft wurde unterstützt: Die Polizei setzte drei Hubschrauber ein. Nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbands wurden bei rund 190 Flügen mehr als 120.000 Liter Wasser über dem Brandgebiet abgeworfen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber