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Alexander Hold: Darum klappt TV-Comeback trotz Landtag

TV-Comeback nach 13 Jahren: Alexander Hold kehrt zu Sat.1 zurück – und verrät, wie Richterrobe und Politik zusammengehen.

03.07.2026, 16:01 Uhr

Sat.1 bringt "Richter Alexander Hold" zurück

Mehr als 13 Jahre nach dem Aus der ursprünglichen Sendung nimmt Sat.1 einen bekannten TV-Klassiker wieder ins Programm: Alexander Hold kehrt mit einer neuen Ausgabe seiner Gerichtsshow zurück. Bemerkenswert ist das auch deshalb, weil der Jurist nach dem Ende von "Richter Alexander Hold" im Jahr 2013 in die Politik gewechselt ist. Der 64-Jährige sitzt für die Freien Wähler im Landtag und ist aktuell Vizepräsident des Bayerischen Landtags.

Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur betonte Hold, dass seine politische Arbeit durch das Fernsehcomeback nicht beeinträchtigt werde. Er werde ausschließlich in seiner Freizeit und während der Ferien drehen. Die neue Ausgabe der Sendung entsteht bei Filmpool Entertainment.

Hold: Politische Termine sollen nicht leiden

Nach eigenen Worten habe er von Sender und Produktionsfirma die feste Zusicherung bekommen, dass seine weiteren Verpflichtungen unangetastet bleiben. Die größte Herausforderung sei eher, die Dreharbeiten mit dem Familienleben zu vereinbaren. Seine politischen und sonstigen Aufgaben würden darunter aber nicht leiden.

Hold sagte außerdem, Sat.1 habe über Jahre hinweg versucht, ihn für eine Rückkehr zu gewinnen. Ein Grund dafür sei der anhaltende Erfolg der alten Folgen, die zuletzt täglich stundenlang im Programm liefen und teils sogar sehr gute Marktanteile erzielten. Vor diesem Hintergrund sei die Idee neuer Episoden naheliegend gewesen.

Zugleich räumte er ein, dass ein solches TV-Format den Justizalltag nicht vollständig realistisch abbilde. Der langjährige Erfolg mit mehr als 2.000 Folgen über ein Vierteljahrhundert zeige jedoch, dass das Konzept eine besondere Stärke habe.

Unterhaltung mit juristischem Anspruch

Für Hold lag der Reiz der Sendung stets auch darin, Zuschauerinnen und Zuschauern Themen wie Recht, Wahrheitsfindung und Gerechtigkeit auf unterhaltsame Weise näherzubringen. Da ihm diese Arbeit immer Freude bereitet habe, sei eine Rückkehr für ihn gut vorstellbar gewesen – sofern sie sich mit seinen übrigen Aufgaben vereinbaren lasse.

Seitenhieb in Richtung Söder

Mit einem kleinen Seitenhieb auf Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder erklärte Hold, wenn ein Regierungschef in Serien auftrete oder Filmprojekte mit Prominenten umsetze, dann könne er selbst auch wieder in den Ferien nebenbei vor der Kamera stehen. Zumal er als ehemaliger Richter für eine solche Rolle besonders geeignet sei.

Die Rückkehr von "Richter Alexander Hold" wurde am Donnerstag in Düsseldorf angekündigt. Einen konkreten Sendestart gibt es bislang noch nicht. Vorgestellt wurde das Projekt beim Screenforce Festival, wo zahlreiche Sender und TV-Anbieter ihre Programmhighlights für die kommenden Monate präsentierten.

Nostalgiewelle bei Privatsendern

Beobachter der Branche sehen bei privaten Fernsehsendern derzeit generell einen Trend zu Formaten, die an die 90er- und 2000er-Jahre erinnern. Das Medienportal DWDL.de vermutete in diesem Zusammenhang, Sat.1 schaue womöglich auch auf den Erfolg von Barbara Salesch bei RTL – einst ebenfalls Richterin bei Sat.1, heute mit ihrer Gerichtsshow wieder erfolgreich on air.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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