WHO fordert engere Abstimmung im Kampf gegen Ebola im Kongo
Im Einsatz gegen den Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo drängt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf eine deutlich bessere Zusammenarbeit aller Gesundheits- und Hilfsorganisationen. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärte nach einem Besuch in der besonders betroffenen Provinz Ituri auf der Plattform X, dass eine wirksamere Koordination entscheidend sei.
Zugleich hob Tedros hervor, wie wichtig die Einbindung der Bevölkerung ist. Den Menschen vor Ort müsse zugehört und gezielt geholfen werden. Nach seinen Worten kennen die Gemeinden ihre dringendsten Probleme selbst am besten und können maßgeblich dazu beitragen, praktikable Wege zur Eindämmung des Ausbruchs zu finden.
Vorbehalte in den betroffenen Gemeinden
In den östlichen Regionen des Kongo stoßen einige Schutzmaßnahmen weiterhin auf Ablehnung. Vor allem die Isolation Erkrankter, die Trennung von Familienangehörigen sowie besondere Sicherheitsvorkehrungen bei Beerdigungen von Ebola-Opfern widersprechen häufig den dort tief verankerten sozialen und kulturellen Traditionen im Umgang mit Krankheit und Tod.
Hilfsorganisationen berichten zudem, dass Fehlinformationen die Eindämmung erschweren. In Teilen von Ituri glauben manche Menschen demnach nicht an die Krankheit und halten Ebola für eine Erfindung.
Nach Angaben der kongolesischen Regierung wurden seit Beginn des Ausbruchs mehr als 1.000 Verdachtsfälle registriert. Rund 250 Menschen sind demnach gestorben. Im Nachbarland Uganda meldete die WHO bislang neun bestätigte Infektionen; ein Fall verlief tödlich.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion