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Beben in Neuseeland: Jetzt Tsunami-Gefahr?

Nach heftigem Beben in Neuseeland warnen Behörden vor einem zerstörerischen Tsunami – Anwohner sollen sofort fliehen.

16.07.2026, 13:04 Uhr

Tsunami-Warnung nach starkem Erdbeben auf Neuseelands Südinsel

Nach einem schweren Erdbeben vor der Südinsel Neuseelands hat der neuseeländische Zivilschutz für Teile der Küste eine Tsunami-Warnung ausgesprochen und die sofortige Räumung gefährdeter Gebiete angeordnet. Die nationale Behörde sprach von einem Beben der Stärke 6,3, während die US-Erdbebenwarte USGS es mit 5,9 angab. Das Zentrum lag demnach in rund 76 Kilometern Tiefe in der Nähe der Kleinstadt Te Anau.

Besonders betroffen ist laut Behörden die Westküste der Südinsel zwischen Milford Sound und Puysegur Point. Dort gilt eine Überflutung durch Tsunami-Wellen als wahrscheinlich. Bewohner wurden angewiesen, sich umgehend auf höheres Gelände, außerhalb der ausgewiesenen Evakuierungszonen oder möglichst weit ins Landesinnere zu begeben.

Dringender Aufruf zur Evakuierung

Nach Angaben des Zivilschutzes soll die Evakuierung auch in Regionen sofort beginnen, in denen das Beben kaum oder gar nicht wahrgenommen wurde. Die Behörden warnten ausdrücklich davor, in Häusern zu bleiben, wenn eine Räumung angeordnet wird. Um Staus zu vermeiden, sollten Menschen nach Möglichkeit zu Fuß, laufend oder mit dem Fahrrad flüchten. Eine Rückkehr in die betroffenen Gebiete ist erst nach offizieller Entwarnung erlaubt.

Stimmen aus der Region

Janet Atkinson aus Wanaka, nördlich von Te Anau, schilderte das Beben als äußerst heftig. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur sagte sie, es habe sich angehört, als würde ein Zug heranrasen. Wie viele andere Einwohner verfolge sie die aktuellen Anweisungen der Behörden über das Radio.

Die Einsatzkräfte betonten zudem, dass die erste Tsunami-Welle nicht unbedingt die stärkste sein müsse. Die Aktivität könne sich über mehrere Stunden hinziehen. Solange die Warnung gilt, bestehe weiterhin akute Gefahr.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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